Am 12. Oktober 2025 fand in der Generali Arena, der Heimat der Wiener Austria, ein bemerkenswertes Benefiz-Fußballturnier statt, organisiert von Bürgermeister Michael Ludwig und WKW-Präsident Walter Ruck. Unter dem Motto „Rivalen am Rasen, aber vereint für Wien“ traten vier Teams gegeneinander an: „Politik“, „Wirtschaft“, „Sport und Kultur“ sowie „Medien“. Das Team „Medien“ sicherte sich den Turniersieg, punktgleich mit der „Politik“, was durch eine bessere Tordifferenz entschieden wurde. Im direkten Duell zwischen „Politik“ und „Wirtschaft“ gab es einen knappen 1:0-Sieg für die „Politik“. Insgesamt fielen während des Turniers 30 Tore.
Die Veranstaltung war nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Verantwortung. Der Erlös von 20.000 Euro kommt dem Sozial-, Gesundheits- und Innovationszentrum CAPE 10 zugute, das speziell für armutsbetroffene Kinder und Jugendliche in Wien-Favoriten Unterstützung bietet. Prof. Siegfried Meryn, Initiator und Vorstandsvorsitzender von CAPE 10, nahm den Scheck persönlich entgegen.
CAPE 10 – Ein zentrales Projekt für benachteiligte Kinder
CAPE 10, das in der Alfred-Adler-Straße 1 auf einer Fläche von rund 5.000 m² erbaut wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensrealitäten von Familien, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, nachhaltig zu verändern. Das Zentrum verbessert die Gesundheitsversorgung sowie das Bildungs- und Teilhabeangebot für armutsbetroffene Kinder in Österreich. Dies ist besonders wichtig im 10. Wiener Gemeindebezirk, einem der bevölkerungsreichsten und kinderreichsten Bezirke mit dem höchsten Migrationsanteil und einem niedrigen Bildungsniveau.
Die Lebenserwartung armutsbetroffener Kinder im 10. Bezirk kann sich um bis zu zehn Jahre verkürzen, was die Dringlichkeit der Arbeit von CAPE 10 unterstreicht. Der Verein „NEIN ZU KRANK UND ARM“, gegründet von Prof. Meryn, unterstützt Therapien für armutsbetroffene Menschen. Durch verschiedene Programme, wie das Teilhabeprojekt MAX & LARA, wird der Zugang zu Kultur, Sport und Freizeit für benachteiligte Kinder und Familien gefördert.
Bildung und Chancengleichheit: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung
In einem breiteren Kontext scheinen Veranstaltungen wie das Benefiz-Turnier von essentielle Bedeutung, um auf soziale Ungleichheiten aufmerksam zu machen. Das Bildungssystem spielt eine Schlüsselrolle in der Förderung von Chancengleichheit. Trotz der Grundidee der Meritokratie, wonach individuelle Leistungen über soziale Herkunft entscheiden sollten, bleibt die Realität oft hinter diesem Ideal zurück. Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben häufig schlechtere Bildungswege und damit auch reduzierte berufliche Chancen.
Bildungsungleichheit hat weitreichende Auswirkungen auf Beschäftigung, Einkommen, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Politische Maßnahmen zur Verbesserung dieser Lage wurden zwar ergriffen, jedoch oft ohne signifikante Erfolge. Um die Lebensverhältnisse zu verbessern, bedarf es einer umfassenden Strategie, die auch soziale und arbeitsmarktpolitische Aspekte einbezieht.
Insgesamt verdeutlicht das Benefiz-Fußballturnier nicht nur den sportlichen Ehrgeiz der Beteiligten, sondern auch die Notwendigkeit, soziale Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam für eine gerechtere Zukunft zu kämpfen. Bürger und Unternehmen sind gefordert, sich für Initiativen wie CAPE 10 zu engagieren, um Chancengleichheit für alle zu schaffen.
Für weitere Informationen zu CAPE 10 besuchen Sie die Webseite von CAPE 10 und zur Thematik der Bildungsungleichheit lesen Sie die Bundeszentrale für politische Bildung.