Am 26. Februar 2026 befinden sich die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf in einer entscheidenden Phase. Vertreter beider Länder haben sich zur dritten Verhandlungsrunde getroffen. Ziel der Gespräche ist es, eine Lösung für das iranische Atomprogramm und die Aufhebung der zahlreich bestehenden Wirtschaftssanktionen zu finden. Die Verhandlungen werden unter der Vermittlung Omans geführt, wobei die Delegationen in regelmäßigen Abständen eigene Beratungen abhalten.

Der Iran hat einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen übermittelt, dessen Details bislang unbekannt sind. Währenddessen drängt US-Präsident Donald Trump auf einen schnellen Fortschritt und hat ein Ultimatum bis Anfang März gesetzt. Falls keine Einigung erzielt wird, drohte er mit militärischen Maßnahmen, was die Spannungen in der Region weiter erhöht.

Militärische Eskalation und Verhandlungstaktiken

Die USA verstärken ihr militärisches Präsenz in der Region drastisch. Der größte Aufmarsch seit dem Irak-Krieg 2003 umfasst unter anderem die USS Gerald R. Ford, die kürzlich von Kreta aus in See gestochen ist. Aktuelle Berichte sprechen von einem Truppenaufgebot mit über 5000 Soldaten sowie Dutzenden Kampfjets, was die militärische Drohkulisse der USA deutlich erhöht.

Die Gespräche drehten sich häufig um das iranische Atomprogramm, während die iranische Führung Gespräche über das Raketenarsenal und die Unterstützung militärischer Gruppen ablehnt. Der US-Vizepräsident JD Vance äußerte, dass es besorgniserregende Hinweise auf den Wiederaufbau des iranischen Atomprogramms nach vorhergehenden US-Angriffen im Juni 2025 gebe.

Standpunkte der Verhandlungspartner

Iran beteuert, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen dient und ein religiöser Erlass gegen Massenvernichtungswaffen besteht. Dennoch hat das Land den Urananteil auf einen Reinheitsgrad von 60 Prozent angehoben, was international Bedenken hervorruft. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert besseren Zugang zu Iran, um zentrale Streitpunkte wie hoch angereichertes Uran zu klären.

Die Forderungen des Irans nach einer Aufhebung der Sanktionen zeigen, wie stark die Wirtschaft des Landes unter den bestehenden Maßnahmen leidet. Dies wird von der iranischen Bevölkerung, insbesondere von den Anhängern der Protestbewegung, kritisch gesehen. Während der Verhandlungen hat Irans Außenminister betont, dass ein faires und ausgewogenes Abkommen erreichbar sei.

Die geopolitische Lage ist kompliziert, zumal die Spannungen zwischen den USA und Iran nicht nur auf militärischen, sondern auch auf wirtschaftlichen und diplomatischen Ebenen zunehmen. Die Blockade der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls fließt, wurde von Teheran angedroht. Vor diesem Hintergrund haben die Ölpreise bereits auf etwa 70 US-Dollar pro Barrel angezogen.

In der nächsten Zeit wird sich zeigen, ob die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss führen oder ob die Konflikte zwischen den beiden Nationen weiter eskalieren werden. Trumps Ultimatum gilt als kritischer Moment, der die Entscheidung zwischen diplomatischen Lösungen und militärischen Aktionen beeinflussen könnte. Laut ZDF und Berliner Zeitung sind die nächsten Tage entscheidend für das Schicksal der Region.