Die eskalierende Lage im Nahen Osten hat erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Angriffe auf den Iran durch Israel und die USA führen dazu, dass Austrian Airlines mehrere Flüge in diese Region aussetzt. Laut vienna.at sind Flüge nach Tel Aviv, Amman und Erbil bis einschließlich 7. März unterbrochen. Zudem bleiben die Verbindungen nach Teheran bis Ende März ausgesetzt.

Wegen der angespannten Situation sind auch die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain bis zum 7. März nicht nutzbar. Auch Flüge nach und von Dubai werden bis einschließlich 1. März gestrichen. Passagiere, die betroffen sind, können ihre Tickets kostenfrei umbuchen oder den Preis zurückfordern.

Fluggesellschaften kündigen Streichungen an

Die Auswirkungen sind nicht auf Austrian Airlines beschränkt. Lufthansa hat am Wochenende alle Flüge nach Dubai und Abu Dhabi eingestellt und bis 7. März ihre Verbindungen nach Jordanien, Libanon, Irak und Oman annulliert. Auch Air France hat für Samstag alle Flüge nach Tel Aviv und Beirut gestrichen, während Swiss alle Flüge nach Tel Aviv bis einschließlich 7. März absagt. Türkische Airlines setzen ebenfalls ihre Flüge in die Hauptstädte der Region vorerst aus.

Die Flugausfälle betreffen auch andere internationale Airlines wie British Airways, ITA Airways, Norwegian, Finnair, KLM, Emirates, Air Algerie, Air India und Pakistan International. Laut den Daten von Cirium wurden rund die Hälfte aller Flüge nach Katar und Israel gestrichen. Auch 28 Prozent der Verbindungen nach Kuwait sind betroffen, was zu einem insgesamt annullierten Viertel der Flüge in den Nahen Osten führt. Diese Region stellt ein wichtiges Drehkreuz zwischen Europa und Asien dar, insbesondere durch die Sperrung des russischen Luftraums.

Aktualisierte Reisehinweise

Die Sicherheitslage hat auch zu angepassten Reisehinweisen und -warnungen geführt. Die OECD-Staaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, haben ihre Empfehlungen für Reisen in den Nahen Osten aktualisiert. Viele Länder raten von Reisen in bestimmte Gebiete ab oder fordern ihre Staatsangehörigen auf, Aufenthalte dort zu überprüfen. Für deutsche Reisende ist die Einschätzung des Auswärtigen Amts maßgeblich, das die Reisewarnungen fortlaufend anpasst. Diese beziehen sich auf Länder wie Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Warnungen werden vor allem dann ausgesprochen, wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Für den Libanon hat das Auswärtige Amt sogar eine Ausreiseaufforderung erlassen. Reisende sollten regelmäßig den Status ihrer Flüge überprüfen, insbesondere bei Umsteigeverbindungen in der Region. Laut CN Traveller kann die Schließung einzelner Lufträume zu längeren Flugzeiten und Verspätungen führen.

In diesem Kontext ist es für Reisende ratsam, sich vor Abflug bei ihrer Airline zu informieren und offizielle Reisehinweise ihres Heimatlandes zu beachten. Die Entwicklungen im Nahen Osten halten die Branche in Atem, und eine schnelle Rückkehr zur Normalität scheint unwahrscheinlich, wie auch Tagesschau berichtet.