Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Sardar Azmoun, 31 Jahre alt, wurde aus dem Kader der iranischen Nationalmannschaft ausgeschlossen. Dies berichtet die Krone. Azmoun war einer der besten Spieler des Iran und hatte seit seinem Debüt im Jahr 2014 in 91 Länderspielen insgesamt 57 Tore erzielt. Sein Ausschluss erfolgt aufgrund eines vermeintlich unloyalen Verhaltens gegenüber der iranischen Regierung, nachdem er ein Foto mit Mohammed bin Rashid Al Maktoum, dem Herrscher von Dubai, auf Instagram geteilt hatte.
Die Nachrichtenagentur Fars berichtet über den Ausschluss Azmouns, der seine Teilnahme an den bevorstehenden WM-Testspielen gegen Nigeria und Costa Rica in der Türkei gefährdet. Teamchef Amir Ghalenoei hat insgesamt 35 Spieler nominiert, doch die WM-Teilnahme des Iran bleibt aufgrund des langwierigen Konflikts mit den USA und Israel unsicher. Die iranische Führung sieht die Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, mit denen es seit Jahren Spannungen gibt, kritisch.
Ausschluss und Hintergründe
Der tatsächliche Hintergrund für Azmouns Ausschluss könnte eng mit dem Foto verknüpft sein, das in den sozialen Medien veröffentlicht wurde. Der Iran führt seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten Angriffe auf die Emirate durch, und Azmoun entfernte die Bilder später wieder. Unklar bleibt, ob der Stürmer für die WM 2026 in Frage kommt, sofern der Iran Teilnehmer ist. Die FIFA-Präsident Gianni Infantino bekräftigte, dass man sich auf ein Turnier mit allen Teams freue, eine Verlegung der Spiele des Iran sei nicht vorgesehen.
Das Aufgebot des iranischen Nationalteams, zu dem auch die Neuen wie Dennis Eckert Ayensa gehören, wird sich in der Türkei auf die bevorstehenden Freundschaftsspiele vorbereiten. Eckert hat brasilianische, spanische und persische Wurzeln und ist der fünfte deutsche Spieler mit persischen Wurzeln im Team. Er gilt als interessante Ergänzung zu einer talentierten Mannschaft.
Zukünftige Herausforderungen
Die politische Situation könnte jedoch weiterhin die sportlichen Ambitionen des Iran beeinflussen. US-Präsident Trump hat Bedenken hinsichtlich einer Teilnahme des Irans an der kommenden WM geäußert, während der iranische Sportminister ursprünglich eine Absage zur WM ankündigte, diese aber nicht offiziell vollzogen wurde. Das Engagement der Frauen-Nationalmannschaft und die jüngsten Asyl-Anträge von deren Mitgliedern in Australien zeigen die komplexe Lage des iranischen Sports.
Insgesamt bleibt die Situation rund um die iranische Nationalmannschaft und Sardar Azmoun angespannt. Der Blick auf die bevorstehenden Testspiele wird stark von politischen Faktoren geprägt sein, was für die Spieler und die gesamte Mannschaft eine Herausforderung darstellt. Die Berichterstattung über den Ausschluss von Azmoun hat bereits Wellen geschlagen und wirft Fragen über Loyalität und Identität im Kontext des iranischen Fußballs auf. Weitere Entwicklungen werden mit Spannung erwartet.
Für weitere Informationen können Sie die Berichte auf Sportschau und t-online lesen.



