Österreich

Aufstand gegen Rechtsextremismus: Große Demo in Österreich

Der Funke der Demokratie: Warum Österreich auf die Straße geht

In Österreich gehen Menschen auf die Straße, um für die Demokratie zu demonstrieren. Ein Ereignis in Deutschland, der Aufstand gegen den Rechtsextremismus, hat diese Proteste auch nach Österreich gebracht. Über 80.000 Menschen versammelten sich in Wien, während in anderen Städten wie Salzburg und Innsbruck ebenfalls Demonstrationen stattfanden und weitere geplant sind.

Die FPÖ in Österreich hat sich im Laufe der Jahre von einer rechtspopulistischen zu einer rechtsextremen Partei entwickelt. Ihr Anführer Herbert Kickl wird als fanatischer Radikaler und Hassprediger angesehen. Die Partei hat enge Verbindungen zu den Ideologen der Identitären Bewegung. Trotz dieser extremistischen Entwicklung liegt die FPÖ seit einem Jahr in Umfragen an erster Stelle und könnte bald den Bundeskanzler stellen.

Österreich hat eine lange Tradition von Demonstrationen gegen rechte Politik, die bis in die Zeit des innerparteilichen FPÖ-Putsches zurückreicht. Große Massenmobilisierungen fanden gegen Politik mit Ressentiments statt, darunter Lichtermärsche mit Hunderttausenden von Teilnehmern. Diese Demonstrationen spielen eine wichtige Rolle, um die Demokratie zu stärken und die Verbreitung von extremen Ideologien einzudämmen.

Studien aus anderen Ländern zeigen, dass große Proteste gegen rechtsextreme Bewegungen die Stimmen für radikale Rechte um mehrere Prozentpunkt verringern können. Diese Proteste haben Signalwirkung, stigmatisieren die rechte Stimmabgabe sozial und mobilisieren die Gegner der Rechtsradikalen. Alexander Leistner, Soziologe und Protestforscher, spricht von „Ansteckungseffekten“, die auch in Österreich bei den Demos für die Demokratie zu beobachten sind und Grenzen überschreiten.

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