Die Lage im Nahen Osten hat sich weiter verschärft, was zahlreiche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr nach sich zieht. Der Luftraum über Israel ist für zivile Flugzeuge gesperrt, was bereits zu erheblichen Flugausfällen und Stornierungen führt. 5min.at berichtet, dass Austrian Airlines (AUA) sämtliche Flüge von und nach Tel Aviv eingestellt hat. Zudem läuft eine groß angelegte Rückholaktion für gestrandete Airline-Crews, um die Sicherheit des Personals zu gewährleisten.
Insgesamt sind Hunderte Piloten und Flugbegleiter verschiedener internationaler Fluggesellschaften aufgrund der massiven Einschränkungen im Flugverkehr betroffen. Austrian Airlines setzte am 1. März einen Airbus A320neo von Wien nach Muscat, Oman, ein, um Airline-Mitarbeiter zurückzuholen. Der Flug startete um 10.55 Uhr und landete am Abend in Muscat. Der Rückflug soll in der Nacht erfolgen, jedoch kann sich die Route aufgrund der Sicherheitslage noch ändern.
Einzelheiten zu den Flugstornierungen
Die Lufthansa hat ebenfalls alle Flüge von Frankfurt zu mehreren Zielen in der Krisenregion gestrichen, darunter Tel Aviv, Beirut, Amman und Teheran. Diese Stornierungen sind Teil einer breiteren Reaktion auf die militärische Eskalation im Nahen Osten, die zu weitreichenden Einschränkungen im Luftverkehr führt. Auch andere Airlines wie Qatar Airways und Etihad Airways haben ihre Flüge gestrichen. hessenschau.de berichteten, dass die Nutzung der Lufträume über Israel, Libanon, Jordanien, Irak und Iran bis einschließlich 7. März nicht möglich ist.
Reisende, die von diesen Stornierungen betroffen sind, können ihre Tickets kostenfrei umbuchen oder eine Rückerstattung erhalten. Die Lufthansa betont die oberste Priorität für die Sicherheit der Passagiere und Crews. Am Flughafen Frankfurt wurden am vergangenen Samstag insgesamt zehn Flüge annulliert, während sich die Gesamtsituation am Flughafen angespannt darstellt, mit über 1.130 Flugbewegungen an diesem Tag.
Betroffene Reisende und Sicherheitsmaßnahmen
Die militärische Eskalation hat nicht nur Auswirkungen auf den Flugverkehr, sondern betrifft auch Touristen und Geschäftsreisende in der Region. Laut einem Bericht von tagesschau.de sind rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter von den Luftraumsperrungen betroffen. Diese Reisenden werden betreut und gegebenenfalls sicher untergebracht. Zudem wurden über 3.400 Flüge an wichtigen Flughäfen der Nahost-Region gestrichen.
Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für mehr als ein Dutzend Länder in der Region veröffentlicht und empfiehlt Reisenden, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen. Der Flughafen Dubai blieb aufgrund von iranischen Vergeltungsschlägen beschädigt und ist somit nur eingeschränkt nutzbar. Kreuzfahrtschiffe, darunter die „MSC Euribia“ und die „Mein Schiff 4“, liegen ebenfalls fest und können nicht auslaufen.