Attensam, ein österreichischer Multidienstleister, hat kürzlich seine Führungskompetenz neu strukturiert. Dabei wurde eine weibliche Doppelspitze eingeführt, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in entscheidenden Leistungsbereichen zu stärken. Romana Hahn wird die Leitung des neu geschaffenen Bereichs für Bau, Sanierung und Werterhalt übernehmen. Sie führt ein Team von 20 Mitarbeitenden und hat klare Pläne: der Fokus liegt auf der forcierbaren Segmentation von Wohnungssanierungen. Insbesondere sind klassische Maler- und Baumeisterarbeiten sowie modernes Wassermonitoring und Aufzugskontrollen geplant.
Hahn bringt fast zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Planung und Sanierung, speziell bei Wiener Gründerzeithäusern, mit in ihre neue Rolle. Ihre Qualifikationen als Baumeisterin, Bauträgerin und Immobilienmaklerin unterstreichen ihre Eignung für diese verantwortungsvolle Position. Zudem strebt sie an, die technischen Dienstleistungen von Attensam flächendeckend vom Neusiedler See bis zum Bodensee anzubieten. Das primäre Ziel ist die Einführung einer digitalen Dokumentationsplattform, die für transparente Kundeninformationen sorgen soll, wie oe24 berichtet.
Erfolgreiche Frauen in Führungspositionen
Luise David wird die Teamleitung der Grünflächenbetreuung in Wien übernehmen. Sie koordiniert ein Team von zwölf Mitarbeitern und betreut Aufträge sowohl für private als auch gewerbliche Kunden. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst unter anderem die Gartengestaltung sowie die Wartung von Mährobotern und die Begrünung von Fassaden und Innenhöfen. David bringt ihre Ausbildung von der Gartenbaufachschule Langenlois und Erfahrung in der Landschaftsgestaltung in ihre neue Funktion ein.
Diese Neubesetzungen sind nicht nur ein Schritt zur Förderung weiblicher Führungskräfte, sondern stehen auch im Einklang mit aktuellen Forschungsergebnissen. Laut einer Studie, die in der Veröffentlichung „Frauen in Führungspositionen. Aktuelle Analysen und Rahmenbedingungen“ (Economica 2021) zusammengefasst wurde, zeigen weibliche Führungskräfte positive Effekte auf den finanziellen Erfolg, die ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie auf Chancengleichheit in Unternehmen. Studien zeigen, dass ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhtem wirtschaftlichen Wert führt, wie frauenfuehren.at anführt.
Herausforderungen und Chancen
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Mehrheit der Führungskräfte in Unternehmen männlich, was zu einem ungenutzten Potenzial von mehr als 674 Millionen Euro in der österreichischen Wirtschaft führt. Die geschlechtsspezifische Ungleichheit in Führungspositionen hat zudem Opportunitätskosten von über 2,5 Milliarden Euro zur Folge. Um Geschlechtergleichstellung zu erreichen, ist entscheidender Rückhalt vom oberen Management notwendig, um Gleichstellungsmaßnahmen nachhaltig umzusetzen.
Angesichts dieser Herausforderungen stellen die Neubestellungen bei Attensam einen positiven Schritt dar. Sie verdeutlichen das Potenzial, das in der Förderung von Frauen in Führungspositionen liegt, nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die Gesamtwirtschaft.