Die Austria Presse Agentur (APA) hat am 24. Februar 2026 eine neue Medienkompetenzplattform namens „CheckBar“ ins Leben gerufen, die sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren sowie an Lehrende richtet. Ziel ist es, jungen Menschen die Fähigkeiten zu vermitteln, Fake News und irreführende Informationen zu erkennen. Diese Plattform ist kostenfrei zugänglich und bietet eine Vielzahl von Modulen, die in verschiedenen Bereichen der Medienkompetenz unterrichten.
Zu den Hauptinhalten von „CheckBar“ gehören Grundlagen des Journalismus, praktische Übungen zum Umgang mit nützlichen Werkzeugen sowie spezifische Unterrichtseinheiten. Besonders hervorzuheben ist ein Modul, das den Umgang mit KI-generierten Inhalten thematisiert. In diesem Modul lernen die Nutzer auch, mit einem Quiz ihr Wissen zu testen. Zudem bietet die Plattform Funktionen zur Foto-Rückwärtssuche an, um Täuschungen zu vermeiden, die durch die Verwendung alter Aufnahmen entstehen können.
Die Module im Detail
Ein weiteres wichtiges Modul auf „CheckBar“ ist das der Geolocation. Hierbei erfahren die Lernenden, wie sie Informationen über den Ort und Zeitpunkt der Aufnahme von Bildern oder Videos erhalten können. Dies spielt eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung der Authentizität medialer Inhalte. Darüber hinaus werden weitere Materialien bereitgestellt, die sich mit der effektiven Internetsuche und dem Archivieren oder Wiederauffinden von Internetseiten beschäftigen.
Die Initiative der APA kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verbreitung von Fake News, Misinformation und Desinformation in sozialen Medien ein ernsthaftes Problem darstellt. Laut einer Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt empirische Forschung, dass diese irreführenden Inhalte in bestimmten Kreisen intensiv konsumiert werden. Das Ungleichgewicht im Vertrauen in politische und mediale Institutionen trägt ebenfalls zur Empfänglichkeit für solche Inhalte bei. Der Begriff „Fake News“ ist seit den Wahlen in den USA 2016 und dem Brexit-Referendum ins öffentliche Bewusstsein gerückt.
Ein breites Problembewusstsein
Unzuverlässige Informationen wurden häufig von böswilligen Akteuren in sozialen Medien verbreitet, was zu einem gestiegenen Interesse an dieser Thematik bei Medienberichterstattern und in der Forschung geführt hat. Die EU hat Initiativen wie „EU vs. Disinfo“ und das European Digital Media Observatory ins Leben gerufen, um der Verbreitung von Desinformation entgegenzuwirken. Umfragen zeigen, dass viele Bürger:innen befürchten, Fake News könnten Wahlergebnisse beeinflussen.
Der Begriff „Fake News“ beschreibt ursprünglich Nachrichten, die journalistischen Standards nicht genügen, hat jedoch durch politische Manipulation, vor allem in der Ära von Donald Trump, eine neue Dimension erhalten. Medienkompetenz wird als ein zentraler Ansatz gesehen, um solche Phänomene zu bekämpfen. Die Bildung in diesem Bereich soll nicht nur die Fähigkeit fördern, Fakten zu überprüfen, sondern auch die kritische Reflexion über Medieninhalte stärken.
Die Förderung von Medienkompetenz auf Plattformen wie „CheckBar“ ist unerlässlich, um das Vertrauen in seriöse Medien zu bewahren und die Verbreitung von Fake News nachhaltig zu reduzieren. Durch die Bereitstellung effektiver Lernressourcen will die APA dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende besser auf die Herausforderungen einer von Information überfluteten digitalen Welt vorbereitet sind.
Für weitere Informationen besuchen Sie die entsprechenden Artikel der Kleinen Zeitung und bpb.