Am 15. Februar 2026 fand in Kärnten ein landesweiter Schwerpunkt gegen Alkohol und Drogen am Steuer statt. Die Aktion, die in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar durchgeführt wurde, führte zu einer Vielzahl von Feststellungen und Maßnahmen durch die Polizei. Insgesamt wurden 255 Übertreter der Straßenverkehrsordnung (StVO) und des Kraftfahrgesetzes (KFG) angezeigt, während 279 Organmandate ausgestellt wurden, wie klick-kaernten.at berichtet.

Besonders alarmierend war die Zahl der Fahrer, die unter dem Einfluss von Alkohol standen. Insgesamt mussten 14 Autofahrer ihren Führerschein abgeben, da sie mit zu hohem Alkoholgehalt am Steuer ertappt wurden. Darüber hinaus hatten sechs Fahrer Drogen konsumiert, was die Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit in der Region verstärkt.

Rechtsfolgen bei Verstößen

Die Konsequenzen für Alkohol- und Drogenverstöße im Straßenverkehr sind in verschiedenen Bußgeldkatalogen festgelegt. Bei einem medizinsch-psychologischen Gutachten (MPU) kann es zu einem Führerscheinentzug kommen, der mindestens sechs Monate andauert, während ein einfaches Fahrverbot von eins bis sechs Monaten ausgesprochen werden kann. Diese Regelungen sind nicht nur in Kärnten relevant, sondern auch in anderen Teilen Österreichs, wo eine Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer gilt, wie bussgeldkatalog.org informiert.

Die rechtlichen Folgen sind beträchtlich. Bei einem erstem Alkoholverstoß ab 0,5 Promille droht ein Bußgeld von 500 €, 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot. Bei wiederholten Verstößen können die Strafen sogar steigen, was den ernsthaften Einfluss auf die Verkehrssicherheit verdeutlicht.

Statistiken und sensiblere Maßnahmen

Alkoholfahrten haben auch in den letzten Jahren zu einer bedenklichen Anzahl an Unfällen geführt. Laut Statistiken gab es im Jahr 2019 in Deutschland 228 Tote und über 17.183 Verletzte aufgrund von Alkoholunfällen. Auch die Zahl der Drogenunfälle hat sich seit 1991 um 550 % erhöht. Dies zeigt, dass Präventionsmaßnahmen und Kontrollen, wie sie kürzlich in Kärnten stattfanden, von größter Wichtigkeit sind.

Die Polizei plant, derartige Kontrollen auch in Zukunft fortzusetzen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Alkohol- sowie Drogenfahrten zu reduzieren. Über dieser gesamten Thematik liegt ein ernsthafter Druck auf die Gesellschaft, insbesondere auf junge Fahrer, die in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren die größte Risikogruppe für alkoholbedingte Unfälle darstellen.