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In den letzten Wochen hat Greenpeace alarmierende Ergebnisse zur Asbestbelastung in Niederösterreich und dem Burgenland veröffentlicht. Messungen in verschiedenen Regionen ergaben eine besorgniserregende Kontamination, die sowohl die Gesundheit der Anwohner als auch die der Kinder gefährdet.

In der buckligen Welt, insbesondere in den Orten Krumbach und Kirchschlag, führte Greenpeace umfassende Probenentnahmen durch. Insgesamt wurden Proben aus Straßenbanketten, Parkplätzen und Freizeitanlagen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Materialproben einen Asbestgehalt zwischen 5 und 20 Prozent aufwiesen. Besonders alarmierend ist die hohe Belastung in Kirchschlag, wo der Asbestgehalt im kiesartigen Bodenmaterial der Boccia-Bahn nahezu 20 Prozent erreicht. Der Bürgermeister von Kirchschlag, Karl Kager (ÖVP), hat bereits angekündigt, die Boccia-Bahn sofort zu sperren, um die Bürger zu schützen.

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Wichtige Funde im Burgenland

Doch nicht nur in Niederösterreich sind Asbestfunde aufgetreten. Greenpeace hat auch im Burgenland massive Belastungen festgestellt. In den Gemeinden Oberwart, Rechnitz und Neumarkt im Tauchental wurden an insgesamt neun Probenahmestellen über 50 Prozent Asbest entdeckt. Material gilt bereits ab einem Gehalt von 0,1 Prozent als gefährlicher Abfall. Diese Funde sind besonders besorgniserregend, da Asbestfasern durch Abrieb, Verkehr oder Bauarbeiten in die Umwelt gelangen können. Greenpeace fordert daher die umgehende Sperrung stark beanspruchter Flächen, darunter ein Skatepark in Rechnitz und eine Krankenhausbaustelle in Oberwart.

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Stefan Stadler von Greenpeace Österreich warnt eindringlich vor der Gefahr, die von Asbest ausgeht. Besonders Kinder sind aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber krebserregenden Stoffen gefährdet. Asbest ist in Österreich seit 1990 verboten, seine Entsorgung unterliegt jedoch strengen Sicherheitsauflagen, die nicht immer eingehalten werden.

Ursprung der Kontamination

Die belasteten Materialien stammen wahrscheinlich aus dem Steinbruch Pilgersdorf im Burgenland, der im Januar 2026 geschlossen wurde, nachdem in Oberwart Asbestfunde bekannt wurden. Ein Unternehmen im Industriegebiet von Kirchschlag ist bereits in finanzielle Schwierigkeiten geraten, da es verunreinigten Schotter auf eigene Kosten entfernen muss. Die burgenländischen Behörden hatten trotz bekannter Asbestvorkommen zuvor Genehmigungen für den Abbau und die Erweiterung der Steinbrüche erteilt, was zu den aktuellen Problemen geführt hat.

Eine umfassende Analyse der Gefahren von Asbest zeigt, dass Asbestfasern nicht nur in schwach gebundenen Materialien, sondern auch in fest gebundenen Produkten wie Asbestzement vorhanden sein können. Während bei intakten Produkten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung besteht, führt unsachgemäße Bearbeitung, wie Bohren oder Schleifen, zur Freisetzung von Asbestfasern. Diese Problematik wird zunehmend relevant, da viele Gebäude und Infrastrukturen, die vor dem Verbot errichtet wurden, Asbest enthalten können, wie zum Beispiel in den 1980er und 1990er Jahren sanierten öffentlichen Einrichtungen.

Greenpeace und das Umweltbundesamt appellieren daher an die Behörden, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Verbreitung des krebserregenden Materials zu verhindern und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Der Schutz vor Asbest ist nicht nur eine gesundheitliche Herausforderung, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Für weitere Informationen über Asbest und seine Gefahren siehe auch die Berichte von 5min, Greenpeace und Umweltbundesamt.