Aston Martin wird bald einen neuen Teamchef vorstellen, da Adrian Newey seine Rolle nach nur wenigen Wochen aufgibt. Der renommierte technische Leiter wird sich künftig wieder voll und ganz auf die technischen Aspekte des Teams konzentrieren. Diese Entscheidung fiel inmitten eines enttäuschenden Starts in die Formel-1-Saison 2026 für das Team, das mit Problemen bei der neuen Honda-Werks-Powerunit kämpft. Der AMR26, der unter Neweys Leitung entwickelt wurde, hat Schwierigkeiten, überhaupt ein ganzes Rennen zu absolvieren, wie Laola1 berichtet.
Newey wird nun von Jonathan Wheatley ersetzt, der zuvor Teamchef bei Audi war. Wheatleys Wechsel zu Aston Martin ist überraschend, da er erst seit zehn Monaten in der Rolle bei dem deutschen Hersteller tätig war. Zuvor arbeitete er über 20 Jahre eng mit Newey bei Red Bull Racing zusammen. Trotz der kurzen Zeit bei Audi genießt Wheatley hohes Ansehen im Fahrerlager und könnte auch eine wertvolle Verbindung zwischen den beiden Teams herstellen, wie Motorsport.com feststellt.
Konsequenzen für Audi und Aston Martin
Neweys Rücktritt als Teamchef ist nicht nur für Aston Martin von Bedeutung, sondern auch für Audi, das nun möglicherweise nach einem neuen Teamchef suchen muss. Ob es eine interne Umstrukturierung geben wird oder ob ein externer Kandidat ins Spiel kommt, bleibt abzuwarten. Der Zeitpunkt des Wechsels von Wheatley ist zudem ungewiss, da Führungspersonal in der Formel 1 nach einer Kündigung einen sogenannten „Gardening Leave“ einhalten muss, was die Situation verkompliziert, wie Sport1 berichtet.
Adrian Newey war erst Ende November zum Team Principal bei Aston Martin befördert worden. Sein Rücktritt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da das Team die Herausforderungen mit dem neuen Partner Honda bewältigen muss. Der AMR26 ist der erste Bolide, der vollständig unter seiner Regie entwickelt wurde, und die aktuellen Probleme stellen die gesamte Teamstrategie auf die Probe.
Es ist unklar, ob Newey selbst Jonathan Wheatley für die Rolle des Teamchefs empfohlen hat, jedoch zeigt der Wechsel, wie eng die Verflechtungen zwischen den Teams in der Formel 1 sind. Während Aston Martin versucht, aus seiner Krise herauszukommen, wird die Entwicklung bei Audi und der genaue Verlauf der Ereignisse in den kommenden Wochen spannend zu beobachten sein. Sowohl die Teams als auch die Fahrer sind in dieser dynamischen Phase der Formel 1 gefordert, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.



