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In Österreich sind Adipositas und damit verbundene Herz-Kreislauferkrankungen ein großes Gesundheitsproblem. Laut Angaben von OTS leben etwa 18 % der Männer und 15 % der Frauen mit Übergewicht. Diese als „Lifestyle-Problem“ abgetane Erkrankung hat schwerwiegende Folgen, insbesondere Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzschwächen, die im Jahr 2023 35 % der Todesfälle in Österreich verantworteten. Experten, darunter Univ.-Prof. Dr. Harald Sourij von der Medizinischen Universität Graz, betonen die Dringlichkeit präziser Diagnosen und individueller Behandlungsansätze, die Ernährung, Bewegung und Psychologie integrieren.
Eine neue Podcast-Folge des Formats „Am Mikro|skop“ nimmt sich diesem Thema an und beleuchtet, wie innovative Therapien das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei adipösen Patienten signifikant senken können. Dies wurde auch durch eine Studie unterstützt, die einen Rückgang von 20 % bei Herz-Kreislauf-Ereignissen durch medikamentöse Behandlung zeigt. Wie MedUni Graz berichtete, erliegen in Österreich über 46 % der Bevölkerung über 15 Jahren dem Problem Übergewicht oder Adipositas. Dies zeigt die weitreichende Bedeutung bei der Untersuchung von metabolischen Erkrankungen, die nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
Ein zentrales Thema der Diskussion ist, ob es ein „gesundes“ Wohlfühlgewicht geben kann und welche strukturellen Verbesserungen für die Versorgung von Adipositas-Patienten in Österreich notwendig sind. Vertreter beider Fachrichtungen sehen essenzielle Fortschritte im Bereich der Therapie und Prävention, wie es bereits erfolgreiche Modelle aus Deutschland zeigen. Die vollständige Diskussion ist ab sofort in der neuesten Episode des Podcasts verfügbar und vermittelt wertvolle Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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