Am 18. Februar 2026 stehen Wintersportler in den österreichischen Alpen vor zunehmenden Herausforderungen. Starke Winde und anhaltender Neuschnee führen zu einer alarmierenden Steigerung der Lawinengefahr. Laut gailtal-journal.at wird ab Donnerstagmittag, dem 19. Februar, eine gefährliche Situation mit insgesamt Gefahrenstufe 4 – Große Lawinengefahr – erwartet.
Die gegenwärtigen Lawinengefahren betreffen vor allem die Hohen Tauern, die an der Grenze zu Osttirol und Salzburg liegen. Es wird darauf hingewiesen, dass Lawinen sowohl in oberflächennahen als auch bis in die bodennahen Schichten der Schneedecke durchreißen können. Selbst spontane Lawinenabgänge sind nicht auszuschließen.
Gefahren für Wintersportler
Besonders abseits der gesicherten Pisten präsentiert sich die Lage als äußerst riskant. Hier ist große Vorsicht geboten, da die Lawinenverhältnisse ungünstig sind. An den West-, Nord- und Osthängen der Berge treten häufig mittlere Lawinengrößen auf, was das Skifahren in diesen Regionen zusätzlich gefährlich macht.
Die Entstehung von Lawinen, wie im snowtrex.de beschrieben, ist oft auf einen hohen Temperaturunterschied zwischen Luft und Boden zurückzuführen, was zur Instabilität der Schneedecke führt. Zum Verständnis dieser Gefahr ist es wichtig, über die verschiedenen Arten von Lawinen Bescheid zu wissen. Dazu gehören unter anderem:
- **Schneebrettlawine**: bis zu 100 km/h schnell und häufig von Wintersportlern ausgelöst.
- **Staublawine**: kann Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h erreichen.
- **Lockerschneelawine**: geringere Schneemengen und niedrigere Geschwindigkeiten im Vergleich zu anderen Typen.
- **Gleitschneelawine**: entsteht durch das Ablösen der Schneedecke vom Untergrund.
- **Fließlawine (Nassschneelawine)**: akute Gefahr im Frühjahr durch Schmelzen oder Regen.
Vorbereitung und Sicherheit
Die Wichtigkeit einer gründlichen Vorbereitung für alle Wintersportler kann nicht genug betont werden. Der Zugang zu aktuellen Lawinenlageberichten, die detaillierte Informationen über Gefahrenstufen, Schneedeckenstabilität und potenzielle Gefahrenstellen bieten, ist unerlässlich. Täglich um 17:00 Uhr werden diese Berichte vom Lawinenwarndienst Kärnten veröffentlicht.
Einige Sicherheitsausrüstungen sind für Off-Piste-Fahrer unabdingbar:
- LVS-Gerät (Lawinenverschüttetengerät)
- Sonde
- Lawinenschaufel
- Airbag-Rucksack
- Lawinenball und Atmungshilfe (Avalung)
Statistiken zeigen die Tragweite dieser Gefahren: Im Jahr 2021 gab es in Österreich 130 Lawinenunfälle, darunter 18 tödliche. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, die Lawinengefahr ernst zu nehmen und sich entsprechend zu wappnen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wintersportler aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen höchste Vorsicht walten lassen müssen. Ein informierter und verantwortungsbewusster Umgang mit diesen Gefahren ist der Schlüssel zur Sicherheit auf den Pisten und abseits davon.