Am 10. Oktober 2025 warnt die Organisation Watchlist Internet vor einer zunehmend besorgniserregenden Betrugsmasche: gefälschte Testberichte im Internet. Diese betrügerischen Webseiten täuschen Verbraucher und generieren damit hohe Umsätze. Oft werden Produkte mit unrealistischen Rabattaktionen beworben, wie beispielsweise 50% auf Hörgeräte, die als von Ärzten empfohlen angepriesen werden. Doch die angeblichen Ärzte existieren nicht, wie ein Beispiel eines HNO-Arztes zeigt, dessen Bild mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Solche Machenschaften erweisen sich als gefährlich, da sie sowohl finanzielle Schäden als auch eine Gefährdung der persönlichen Daten zur Folge haben können.

Das Betrugsschema basiert oftmals auf dem Dropshipping-Geschäftsmodell, bei dem Händler Produkte günstig bei Drittanbietern beziehen, jedoch nicht selbst lagern oder versenden. So wird ein Produkt, das bei Plattformen wie eBay oder Temu für unter 38 Euro erhältlich ist, auf Fake-Webseiten für über 119 Euro angeboten.

Erkennung von Fake-Shops

Die Verbraucherschutzzentrale hebt hervor, wie täuschend echt diese Online-Shops wirken können. Sie kopieren Marken und verkaufen gefälschte Produkte, wobei nach der Zahlung oft keine Lieferung erfolgt oder minderwertige Ware geliefert wird. Vor allem in den Sektoren Mode, Elektronik und Reisen sind Nutzer besonders gefährdet, mit 27% der Konsumenten, die bereits Opfer solcher Fake-Webshops wurden. Häufig verschwinden diese Seiten schnell und tauchen unter neuen Namen auf. Einmal gezahltes Geld ist meist verloren.

Zur Identifizierung unseriöser Online-Shops gibt es einige wesentliche Hinweise, die auch von der Watchlist Internet angeführt werden:

  • Künstlich generierte Bilder und Videos mit unnaturlichen Gesichtern.
  • Falsche oder missbrauchte Ärzt:innen, die sich durch Online-Recherchen verifizieren lassen müssen.
  • Unrealistische Rabatte, die Druck erzeugen.
  • Fehlendes Impressum, das vollständige Anschrift und Kontaktmöglichkeiten vermissen lässt.
  • Ähnliche Produkte bei günstigeren Händlern, was auf Dropshipping hinweist.
  • Fehlende Zertifizierungen wie die CE-Kennzeichnung.

Cyberkriminalität im Handel

Die Sicherheitsstudie 2025, veröffentlicht vom Handelsverband, dem BMI, der BK und der Kriminalprävention, zeigt zudem die umfassende Problematik der Cyberkriminalität im Handel auf. 86% der österreichischen Händler haben bereits Erfahrungen mit Kriminalität gesammelt, während 42% mehrmals betroffen waren. Der jährliche Schaden durch Ladendiebstahl in Österreich übersteigt 500 Millionen Euro. Die Studie belegt zudem einen besorgniserregenden Anstieg von Cyberkriminalität, insbesondere durch Phishing und Malware, die auch den Online-Handel betreffen.

64% der heimischen Webshops wurden durch Cybercrime und Bestellbetrug geschädigt. Dies sorgt nicht nur für wirtschaftliche Probleme, sondern stellt auch einen hohen Risikofaktor für die Verbrauchersicherheit dar. Es wird daher empfohlen, sichere Zahlungsmethoden zu verwenden; 57% der Online-Händler setzen auf solche Mittel, überwiegend Kreditkarten.

Die Intransparenz vieler Online-Shops macht es für Verbraucher immer schwieriger, eine informierte Kaufentscheidung zu treffen. Die Möglichkeit, die Shop-URL einzugeben und zu prüfen, ist ein Praktikum, das von der Verbraucherschutzzentrale bereitgestellt wird, um weitere Betrugsversuche zu vermeiden.

In einer von der Handelsverband veröffentlichten Sicherheitsstudie gaben 75% der Handelsunternehmen an, dass feste Ansprechpartner bei der Polizei hilfreich wären, um das Vertrauen in den digitalen Handel zu stärken.

Die geschilderten Betrugsmaschen und die stetig wachsende Cyberkriminalität verdeutlichen die Notwendigkeit für Verbraucher, wachsam zu sein und die beschriebenen Tipps zur Erkennung und Vermeidung von Fakeshops anzuwenden.

Für weiterführende Informationen und zur Unterstützung können die Artikel auf 5min.at, der Verbraucherzentrale und dem Handelsverband besucht werden: 5min.at, verbraucherzentrale.de und handelsverband.at.