Mit der bevorstehenden Möglichkeit des Steuerausgleichs für das Jahr 2025 müssen sich alle Österreicher auf einige Änderungen beim Zugriff auf das FinanzOnline-Portal einstellen. Wie 5min berichtet, müssen Arbeitgeber bis Ende Februar 2026 alle Jahreslohnzettel an das Finanzamt übermitteln. Um sicherzustellen, dass das Einreichen der Steueranträge reibungslos verläuft, ist es wichtig, die neuen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, die seit Oktober 2025 in Kraft sind.

Der Zugang zum FinanzOnline erfordert jetzt entweder die ID Austria oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Diese Maßnahme wurde eingeführt, um den Datenschutz zu erhöhen und den Zugriff auf sensible Daten zu sichern. Rund 2,6 Millionen Menschen haben bereits Zugang zu FinanzOnline, wobei 1,8 Millionen von ihnen sich seit dem neuen System mindestens einmal eingeloggt haben.

Neue Sicherheitsstandards und Zugangsmöglichkeiten

Die neuen Anforderungen beinhalten, dass ein simples Passwort nicht mehr ausreichend ist. Eine weitere Bestätigung muss beim Einloggen erfolgen. Laut OEGB sind die bisherigen Zugangsdaten weiterhin gültig, jedoch ist ein Login ohne den zweiten Faktor nicht möglich. Dies betrifft insbesondere die Nutzung von ID Austria, die auch für andere digitale Amtswege nützlich ist, wie etwa das Einreichen von Arztrechnungen oder die Einsicht in Pensionskonten.

Für die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird eine Authenticator-App benötigt. Ein QR-Code wird beim Einloggen in FinanzOnline angezeigt, den die Nutzer scannen müssen. Diese App generiert einen sechsstelligen Einmalcode, der zur Authentifizierung sorgt. Benutzer, die keine ID Austria haben, können die Zwei-Faktor-Authentifizierung direkt bei FinanzOnline einrichten. Ein Video erklärt diesen Prozess Schritt für Schritt.

Vertretungsmöglichkeiten und Offline-Optionen

Zusätzlich zur digitalen Abwicklung wurde im Jänner 2026 die Möglichkeit zur Vertretung durch eine Vertrauensperson eingeführt. Bisher haben fast 4.400 Personen eine Vertretung für insgesamt 5.500 Menschen übernommen. Dank dieser Regelung können Bürger, die Hilfe benötigen, Unterstützung erhalten, ohne selbst aktiv werden zu müssen.

Obwohl 84 Prozent der Steuerausgleiche online über FinanzOnline abgewickelt werden, bleibt der Offline-Steuerausgleich weiterhin möglich. Die entsprechenden Formulare sind verfügbar, und es wird den Bürgern empfohlen, sich in den kommenden Tagen über die Optionen sowie die erforderlichen Änderungen zu informieren. Für eine reibungslose Nutzung von FinanzOnline ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit den neuen Sicherheitsanforderungen vertraut zu machen. Laut BMF gibt es bei der Wiederherstellung des Zugangs verschiedene Verfahren, abhängig davon, ob der Wiederherstellungscode vorliegt oder verloren ist.