Am 23. Februar 2026 herrscht in den Alpen eine erhebliche Lawinengefahr, nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Lawinenabgänge, die tragische Todesfälle zur Folge hatten, verzeichnet wurden. Aktuelle Meldungen aus Österreich berichten von fünf Todesopfern in Tirol und Vorarlberg, die durch Lawinen am Freitag, den 20. Februar, ums Leben kamen. Ein Bus in Tirol wurde ebenfalls von einer Lawine erfasst, jedoch blieben die Insassen glücklicherweise unverletzt. Laut dem Lawinenwarndienst Kärnten kann aufgrund von Erwärmung und Sonneneinstrahlung mit der Entstehung kleiner bis mittlerer nasser Lockerschneelawinen gerechnet werden.

Die aktuelle Gefahrenstufe wurde auf 3 eingestuft, was als „erheblich“ klassifiziert wird. Dies gilt insbesondere für Gebiete über 1800 Meter Seehöhe in den Karnischen und Gailtaler Alpen. Auch in anderen Bundesländern Österreichs, wie Tirol und der Steiermark, wurden Warnungen über den Handyalarm „AT-Alert“ ausgegeben. Experten warnen, dass bei den momentanen Wetterbedingungen, die für Touren abseits der gesicherten Pisten ansprechend sind, höchste Vorsicht geboten ist. Der Lawinenlagebericht sei daher unerlässlich für jede Art von Wintersportler.

Aktuelle Herausforderungen und Sicherheitsvorkehrungen

Bei der Einschätzung der Lawinengefahr spielen mehrere Faktoren eine Rolle, darunter der Schneedeckenaufbau, Wind, Temperatur, Exposition und Gelände. Dies wird von zdfheute als entscheidend für die Sicherheit im Hinterland bezeichnet. Die europäische Lawinengefahrenskala reicht von 1 (gering) bis 5 (sehr groß). Stufe 3, auf der wir uns gerade befinden, wird oft unterschätzt, ist jedoch besonders kritisch, da viele Unfälle dort passieren.

Experten empfehlen, die Tägliche Überprüfung des Lawinenlageberichts und das Befolgen der aktuellen sicherheitsrelevanten Informationen. Auch die Nutzung interaktiver Live-Karten, die speziell für die Euregio (Tirol, Südtirol, Trentino) angeboten werden, kann von entscheidendem Wert sein. Sicherheit in den Bergen beginnt mit der richtigen Vorbereitung. Für Off-Piste-Skifahrer sind eine Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), eine Sonde und eine Schaufel unerlässlich, um im Notfall schnell reagieren zu können. Die Ausrüstung muss nicht nur vorhanden, sondern auch gut beherrscht sein – daher werden Lawinenkurse in zahlreichen Skigebieten empfohlen.

Verhalten im Gelände und entscheidende Faustregeln

Das Verhalten im Gelände muss insbesondere ab der Gefahrenstufe 3 angepasst werden. Wichtige Faustregeln, die von den Experten empfohlen werden, sind:

  • Amtliche Warnungen ernst nehmen.
  • Lokale Sperrungen beachten.
  • Spuren anderer sind keine Sicherheitsgarantie.
  • Lawinenausrüstung mitnehmen und im Zweifel mit einem Guide gehen.
  • Besonders auf die Hangsteilheit achten.

Hänge mit einer Neigung über 30 Grad bergen ein erhöhtes Risiko für Lawinenabgänge. Kritische Hänge sind oft durch das Ausweichen auf Kehren oder Kurven erkennbar. Laut skinachrichten soll auch der Umgang mit der Notfallausrüstung regelmäßig geübt werden.

In Anbetracht der aktuellen Lawinengefahr und der Entwicklungen der letzten Tage ist eine respektvolle und vorsichtige Annäherung an die Natur unerlässlich. Trotz fortschrittlicher Technik bleibt die Sicherheit in den Bergen vor allem eine Frage des Wissens und des respektvollen Umgangs mit den Gegebenheiten.