Am Abend des 2. Oktober 2025 kam es im Stausee Kops, in der Gemeinde Gaschurn im Bezirk Bludenz, zu einem tragischen Unfall. Ein 72-jähriger Jäger wollte zu seiner Jagdhütte fahren, als sein Fahrzeug nach der Überfahrt der Staumauer von der Fahrbahn abkam und in den See stürzte. Wie 5min.at berichtet, wurde der Unfall von einem weiteren Jäger bemerkt, der das Scheinwerferlicht des Autos im Wasser sah und daraufhin die Einsatzkräfte alarmierte.
Eine umfassende Suchaktion wurde sofort eingeleitet. An den Bemühungen, das Fahrzeug und den Jäger zu finden, nahmen mehrere Feuerwehren teil, darunter die Feuerwehren Galtür, Partenen, Landeck, Riet sowie die Betriebsfeuerwehr Illwerke und die Berufsfeuerwehr Innsbruck. Letztere brachten Spezialtaucher und einen Telekran zur Unterstützung mit. Auch die Wasserrettung und das Rote Kreuz waren in die Suche eingebunden. Doch trotz umfangreicher Maßnahmen wurden die Nachforschungen in der Nacht vorübergehend eingestellt und am Vormittag des 3. Oktober fortgesetzt.
Schwierigkeiten bei der Suche
Die Suchaktion gestaltete sich als äußerst herausfordernd. Die Sichtweite im Wasser betrug nur wenige Zentimeter, während die Wassertemperaturen niedrig waren. Um die Suche zu erleichtern, kam ein Tauchroboter zum Einsatz. Bislang blieben die Bemühungen allerdings ohne Erfolg: Weder das Fahrzeug noch der Jäger konnten gefunden werden. Diese tragische Situation hebt erneut die Gefahren im Zusammenhang mit Gewässern hervor.
Die gefahrgeneigte Natur solcher Unfälle wird auch durch aktuelle Statistiken unterstrichen. Laut meinbezirk.at sind in Österreich im Jahr 2023 bereits mindestens 18 Menschen durch Ertrinken gestorben. Während der Großteil dieser Vorfälle beim Schwimmen geschah, gibt es auch tödliche Unfälle beim Tauchen oder Kajakfahren. Diese tragischen Zahlen machen deutlich, wie wichtig Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit Gewässern sind.
Präventionsmaßnahmen und Sicherheitsbewusstsein
Experten weisen darauf hin, dass das Ertrinken die zweithäufigste Todesursache bei tödlichen Unfällen in der Altersgruppe unter 14 Jahren darstellt. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, Schwimmkenntnisse bereits früh zu fördern, da etwa 630.000 Menschen in Österreich nicht schwimmen können. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit gibt praktische Ratschläge, wie etwa Kinder frühzeitig mit dem Schwimmunterricht zu beginnen und während von Wasseraktivitäten genau aufzupassen.
Die aktuelle Situation im Stausee Kops und die erschreckenden Statistiken über Ertrinken in Österreich unterstreichen die Bedeutung von Verantwortung und Sicherheit im Umgang mit Wasser. Die Suche nach dem Jäger und seinem Fahrzeug wird fortgesetzt, und die Hoffnung auf ein positives Ergebnis bleibt bestehen.
