Am Freitag, dem 20. Februar 2026, kam es gegen 20.30 Uhr im oberösterreichischen Kremsmünster zu einem besorgniserregenden Vorfall. Ein 61-Jähriger verursachte einen Unfall, der durch erhebliche Alkoholisierung des Fahrers und eine Spur der Zerstörung gekennzeichnet war. Laut 5min.at wurde die Polizei alarmiert, nachdem ein Verkehrsunfall gemeldet wurde. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, stellte sich heraus, dass der Fahrer eine extreme Alkoholisierung von 2,26 Promille aufwies.
Die Polizei fand den Mann in seinem Fahrzeug, das im Anschluss an den Unfall stark beschädigt war. Bevor die Beamten eingreifen konnten, versuchte der Fahrer, die Unfallstelle zu verlassen. Der Alkoholgeruch im Innenraum des Fahrzeugs war unverkennbar, was sich nach einem Alkomattest bestätigte. Die Beamten untersagten ihm die Weiterfahrt, zogen die Fahrzeugschlüssel ab und entzogen ihm den Führerschein.
Verursachte Schäden und Ermittlungen
Die Ermittlung der Polizeistreife offenbarte ein erschreckendes Bild: Über eine Strecke von etwa 700 Metern hatte der Fahrer mehrere geparkte Fahrzeuge beschädigt. Schließlich endete die Spur der Verwüstung mit einem Anprall an einer Betonmauer. Besonders alarmierend ist, dass der 61-Jährige wiederholt den Gehsteig befuhr, ohne dabei Fußgänger zu verletzen. Die Polizei setzte ihre Kontrollen im gesamten Ortsgebiet von Kremsmünster fort, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern.
Alkoholbedingte Verkehrsunfälle sind in Österreich leider keine Seltenheit. Der ÖAMTC berichtet, dass im Jahr 2024 insgesamt 2.705 Unfälle mit Personenschaden unter Alkoholeinfluss registriert wurden. Diese Unfälle machen über 7% aller Verkehrsunfälle mit Verletzungen aus. Die Alarmstufe ist hoch, zumal im Vergleich zu 2020 ein Anstieg von knapp 30% an Alkoholunfällen verzeichnet wurde.
Statistische Trends und Präventionsmaßnahmen
Die meisten alkoholbedingten Verkehrsunfälle ereignen sich während der Sommermonate, insbesondere im Juli und August. Diese beiden Monate repräsentieren zusammen etwa 24% aller alkoholbedingten Unfälle, wobei Samstage besonders auffällig sind. Außerdem zeigen die Statistiken, dass der Anteil der alkoholisierten Verkehrsteilnehmer zu über 86% aus Männern besteht, wobei die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen die Statistik anführt.
Die gesetzliche Höchstgrenze für Alkohol im Blut beträgt in Österreich 0,5 Promille. Bei einer Überschreitung drohen hohe Verwaltungsstrafen und im Falle eines Unfalls kann die Haftpflichtversicherung bis zu 11.000 Euro zurückverlangen, wenn der Unfallverursacher mehr als 0,8 Promille hatte. Der Vorfall in Kremsmünster verdeutlicht die Notwendigkeit einer strengen Durchsetzung der Verkehrsregeln und präventiver Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkohol am Steuer.