In einem feierlichen Rahmen wurden heute an der Volksschule St. Jakob im Rosental 36 Schülerinnen für ihre herausragende Teilnahme am Mini-MINT-Programm ausgezeichnet. Die Mädchen aus den dritten und vierten Klassen haben alle vier Themenboxen des Programms erfolgreich durchgearbeitet und wurden mit Medaillen und Urkunden geehrt. Die Initiative, die seit April des vergangenen Jahres läuft, soll das Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fördern und Talente in diesen Bereichen wecken.
Das Mini-MINT-Programm umfasst vier praxisorientierte Boxen in den Bereichen Elektro, Bau, Metall und Holz. Insgesamt haben bisher rund 2.600 Mädchen aus über 70 Kärntner Volksschulen daran teilgenommen, was die stetig wachsende Begeisterung für MINT-Fächer unter den Schülerinnen belegt. Schulleiter Josef Ottowitz äußerte sich begeistert über das Engagement der Schülerinnen und betonte die wichtige Rolle von spielerischem Lernen sowie praktischem Ausprobieren.
Wichtige Unterstützung und steigendes Interesse
Das erfolgreiche Programm wird durch mehrere Partner aus der Wirtschaft unterstützt, wie etwa Siemens, die Kärntner Landesversicherung und die Kelag Privatstiftung. Solche Partnerschaften sind entscheidend, um die MINT-Bildung in Schulen weiter zu fördern und zu stärken. Das bundesweite Engagement für MINT-Fächer wird zudem durch Initiativen wie den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufenen MINT-Aktionsplan unterstützt, der auf die Förderung von MINT-Bildung von der Kita bis zur Weiterbildung abzielt, wie bildung-forschung.digital berichten.
Die MINT-Cluster, die in verschiedenen Regionen Deutschlands etabliert wurden, bieten niedrigschwellige, alltagsnahe Bildungsangebote und verbinden Akteure aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Diese Cluster setzen sich häufig für benachteiligte Gruppen ein, um insbesondere Mädchen und Jugendliche in Risikolagen gezielt anzusprechen.
MINT-Initiativen in Deutschland
In Deutschland gibt es zahlreiche weitere Initiativen zur Förderung von MINT-Talenten. Der Verein zur MINT-Talentförderung e.V. beispielsweise unterstützt MINT-Exzellenz-Züge in Internaten und engagiert sich aktiv in der Qualitätssteigerung von MINT-Fächern. Projekte wie „komm, mach MINT“ fördern gezielt Frauen in MINT-Berufen und Banken wie die Deutsche Telekom Stiftung und die Klaus Tschira Stiftung gGmbH investieren in die frühen Bildungsprogramme in diesen Disziplinen, so bildungsserver.de.
Die Kombination aus regionalen Initiativen, wirtschaftlicher Unterstützung und hohen Schülerzahlen zeigt, dass MINT-Bildung nicht nur wesentlich für individuelle Entwicklungswege ist, sondern auch eine Schlüsselrolle in der Bewältigung globaler Herausforderungen spielt. Zukünftige Anstrengungen müssen weiterhin darauf abzielen, MINT-Kompetenzen zu vermitteln und einen positiven Einfluss auf die gesellschaftliche Teilhabe sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu haben.



