Am 20. Februar 2026 wird das 20-jährige Jubiläum von Michaela Dorfmeisters herausragenden Leistungen bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin gefeiert. Die Athletin, die zwei Goldmedaillen in der Abfahrt und im Super-G gewonnen hat, wurde in einer feierlichen Veranstaltung von der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gewürdigt. Diese überreichte ihr den „Gläsernen Leopold“ und erinnerte an die emotionalen Momente im Februar 2006, als das gesamte Bundesland Niederösterreich mit der Sportlerin mitfieberte. noe.gv.at berichtet, dass Dorfmeister die erste Österreicherin seit Annemarie Moser-Pröll war, die in der Abfahrt Olympia-Gold gewann.
Der beeindruckende Sieg gelang Dorfmeister am 15. Februar 2006 in der Abfahrt, gefolgt von einem weiteren Gold am 20. Februar im Super-G. Zusammen mit ihrem starken Olympiajahr wurde sie zur fünften österreichischen Skifahrerin, die in der Disziplin Abfahrt Gold gewann, und ihre Erfolge sind nicht nur eine persönliche Triumphgeschichte, sondern auch eine Inspiration für die jüngere Generation. noe.orf.at hebt hervor, dass sie sich über ein Jahr lang mental auf die Olympiabahn vorbereitet hat, was sich in ihrem eindrucksvollen Vorsprung von mehr als einer Sekunde beim Abfahrtssieg widerspiegelte.
Ehrungen und Vermächtnis
Während der Feierlichkeit würdigte Mikl-Leitner auch die Stärken Dorfmeisters und deren Einfluss auf die Jugend. Mit der Umbenennung der Skihauptschule Lilienfeld in „Michaela Dorfmeister Schule“ wird ihr Vermächtnis sichtbar gefördert. Dies geschieht in einem Kontext, in dem Niederösterreich aktiv in den Breiten-, Nachwuchs- und Spitzensport investiert, inspiriert durch Dorfmeisters Erfolgsgeschichte. Die Athletin selbst sieht sich als Vorbild und engagiert sich in unterschiedlichen Initiativen, um Talente zu fördern.
Dorfmeister steht zudem als Vizepräsidentin des NÖ Skiverbandes in den Startlöchern für eine neue Rolle im österreichischen Skisport. Sie sieht großes Potenzial in aufstrebenden Talenten wie Katharina Gallhuber und Katharina Huber und setzt sich dafür ein, die Bedingungen für den Skisport zu verbessern. In einem Interview mit noe.ORF.at spricht sie über die Herausforderungen, wie die hohe finanzielle Belastung für junge Skifahrerinnen und die mangelhafte Unterstützung im Sportbereich.
Rückblick auf die Karriere
Michaela Dorfmeister, geboren in Wien und aufgewachsen in Neusiedl (Gemeinde Waidmannsfeld), begann ihre Karriere früh und nahm bereits mit 14 Jahren an der Skihandelsschule Schladming teil. Ihre bemerkenswerte Laufbahn begann 1990, als sie österreichische Jugendmeisterin in der Abfahrt und im Slalom wurde. Im Laufe ihrer Karriere feierte sie zahlreiche Siege, darunter den ersten Weltcupsieg 1995 in St. Anton am Arlberg und die Olympische Silbermedaille im Super-G 1998 in Nagano. austria-forum.org dokumentiert die bemerkenswerte Liste ihrer Erfolge, die 2006 mit zwei Goldmedaillen ihren Höhepunkt fand.
Nach ihrer aktiven Laufbahn engagiert sie sich nicht nur im Sport, sondern ist auch als alleinerziehende Mutter einer Tochter tätig. Sie lebt in der Nähe von Amstetten und ist nach wie vor ein engagiertes Mitglied der Sportgemeinschaft, als Vizepräsidentin im Landesskiverband und aktiv in anderen Vereinsfunktionen, wie beim SK Rapid Wien. Michaela Dorfmeister bleibt ein inspirierendes Vorbild für viele, sowohl für ihre sportlichen Erfolge als auch für ihr soziales Engagement.