In St. Veit an der Glan hat das Lerncafé der Caritas, das am Kirchplatz ansässig ist, eine bedeutende Unterstützung erhalten. Die Springer Maschinenfabrik GmbH spendete 10.000 Euro, um die kostenlose Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Das Lerncafé bietet insbesondere für 17 betreute Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren eine wertvolle Anlaufstelle, die in vielen Fällen essenziell ist, um den Herausforderungen des Schulalltags zu begegnen.
Leiterin des Lerncafés, die Sozialpädagogin Osmana Muranovic, führt dieses Projekt gemeinsam mit 15 freiwilligen Helfern. Viele der betreuten Kinder stammen aus finanziell benachteiligten Familien, die sich oft keine Nachhilfe leisten können. Im Lerncafé erhalten die Kinder nicht nur Hilfe bei den Hausaufgaben und Prüfungen, sondern auch eine wichtige Struktur und persönliche Zuwendung, die in ihrem Alltag oft fehlt.
Erfolgreiche Bildungsbilanz
Erfreulicherweise schafften im vergangenen Schuljahr alle 100% der Kinder den Aufstieg in die nächste Schulstufe. Die Förderung des Selbstvertrauens, der sozialen Kompetenzen und der Motivation der Kinder wird durch das soziale Engagement der Helfer maßgeblich unterstützt. Der Geschäftsführer der Springer Maschinenfabrik, Timo Springer, unterstrich während eines Besuchs die Bedeutung der Unterstützung für die Zukunft der Kinder und die Verantwortung der Unternehmen, soziale Bildungsprojekte zu unterstützen.
Caritasdirektor Ernst Sandriesser wies eindringlich darauf hin, dass Bildung die beste Armutsprävention darstellt. Die Spende von Springer soll nicht nur dem Lerncafé zugutekommen, sondern auch andere Unternehmen in Kärnten dazu ermuntern, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und Bildungsprojekte zu fördern. Viele soziale Bildungsprojekte sind auf Spenden angewiesen, um ihr Angebot aufrechterhalten zu können, was die Bedeutung solcher finanzieller Unterstützung unterstreicht.
Kinderarmut: Ein gesamtgesellschaftliches Problem
Die Herausforderungen, mit denen Kinder in finanziell benachteiligten Verhältnissen konfrontiert sind, stehen im Fokus nationaler Strategien zur Armutsprävention. Ein Beispiel hierfür ist der nationale Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“, der die Verantwortung für Armutsprävention als gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Ländern und Bund definiert. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Ursachen von Armut zu bekämpfen und die Chancengleichheit für alle Kinder insbesondere an ihrem Wohnort zu verbessern.
Die kommunale Armutsprävention ist ein zentraler Aspekt, um spezifische Probleme der jeweiligen Umgebung anzugehen. Am 30. November und 1. Dezember 2023 fand eine Fachkonferenz unter dem Motto „Armutsprävention vor Ort“ statt, die Strategien zur Bekämpfung von Kinderarmut in den Mittelpunkt stellte und den Austausch von Ideen und Instrumenten förderte. Das Engagement vor Ort, wie es das Lerncafé in St. Veit zeigt, kann einen entscheidenden Unterschied im Leben vieler Kinder machen.
Insgesamt zeigt die Entwicklung des Lerncafés und die Unterstützung durch die Springer Maschinenfabrik, wie wichtig kollektives Engagement für eine bessere Zukunft von Kindern ist. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen und sich aktiv an der Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen beteiligen.