Heute wurde in Unterdöbernitzen der neu errichtete Infoplatz zu den Hochwasserereignissen von 2018 feierlich eingeweiht. Bürgermeister Markus Salcher eröffnete die Feierlichkeiten im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter Landesrat Ing. Daniel Fellner, DI Dr. Stephan Schober und viele weitere Vertreter der Gemeinde und des Landes. Die Bläser der Trachtenkapelle Alpenrose Waidegg sorgten für eine musikalische Umrahmung, während Beiträge der Volksschule und des Kindergartens Kirchbach das Programm bereicherten.

Der neue Infoplatz ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Mahnmal an die Kraft des Wassers. Verbogene Stahlträger der alten Gailbrücke wurden als Symbol für die Überwältigung durch die Natur erhalten und gesichert. In seiner Ansprache erinnerte Salcher an die flashenden Überflutungen des Hochwassers im Oktober 2018, das massive Schäden in Kirchbach verursachte. Behördliche Stellen, Feuerwehren, das Bundesheer sowie freiwillige Helfer arbeiteten unermüdlich zusammen, um die dramatischen Folgen dieser Naturkatastrophe zu bewältigen.

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Rückblick auf das Hochwasser 2018

Das Hochwasserereignis 2018 war eines der gravierendsten in der Region. Laut bmluk.gv.at kam es zu massiven Niederschlägen, die von einem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer ausgelöst wurden. Ab dem 27. Oktober 2018 traten kalte Luftmassen auf, was zu intensiven Regenfällen führte. Insbesondere zwischen dem 27. und 29. Oktober wurden Niederschläge von bis zu 600 mm an der Messstelle Plöckenpass gemessen, während die höchste Tagessumme von 164 mm am 27. Oktober in Mauthen registriert wurde.

Insgesamt mussten zwei Gailbrücken neu errichtet werden, eine in Tressdorf/Unterdöbernitzen und eine in Reisach/Stranig. Die Bauarbeiten dauerten ein Jahr und wurden im Oktober 2020 abgeschlossen, wobei die Gesamtkosten bei 2,1 Millionen Euro lagen. Finanzielle Unterstützung kam aus dem Land Kärnten, dem Regionalfonds sowie dem Katastrophenfonds, sodass insgesamt 12,85 Millionen Euro in Sanierungen und Hochwasserschutzmaßnahmen im Gailtal investiert wurden.

Prävention und Hochwasserrisikomanagement

Die Einweihung des Infoplatforms hebt die Wichtigkeit des Hochwasserrisikomanagements hervor, wie auch das Umweltbundesamt herausstellt. Vollständiger Schutz vor Hochwasser ist dabei nicht möglich, jedoch können durch ein umfassendes Management schwere Schäden vermieden werden. Dies umfasst nicht nur präventive Maßnahmen, sondern auch eine effiziente Vorbereitung, Bewältigung und Nachbereitung bei Hochwasserereignissen.

DI Hannes Poglitsch wies auf die lange Historie von Hochwasserproblemen im Gailtal hin, während DI Dr. Stephan Schober die enorme Kraft der Wassermassen betonte und den Einsatz der Wasserwirtschaft lobte. Auch Landesrat Daniel Fellner stellte die fortwährenden Bemühungen hervor, um die Sicherheit der Bevölkerung nachhaltig zu gewährleisten.

Der Infoplatz wurde somit nicht nur als Gedenkstätte konzipiert, sondern soll auch als Lernort fungieren, um die Bevölkerung über Hochwasserschutz und -prävention zu informieren. Infotafeln liefern dazu wichtige Daten über die Ursachen, Folgen und Präventionsmaßnahmen von Hochwasserereignissen, und durch die gesammelten Initiativen wird die Region besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.