Die Formel 1 steht vor einer der größten Reformen in ihrer Geschichte und der Mercedes-Boss Toto Wolff hat sich in einem neuen politischen Streit deutlich zu Wort gemeldet. Diese Differenzen über die Motorenleistung von Mercedes und Red Bull haben das Potenzial, die neue Saison, die am 8. März in Melbourne beginnt, zu prägen. Toto Wolff äußerte seinen Unmut über die Konkurrenz und bringt Bedenken über den Umgang seiner Mitbewerber mit den neuen Vorschriften zum Ausdruck. In den Medien wird berichtet, dass es gerüchteweise mögliche Regelverstöße seitens Mercedes hinsichtlich des Zylinder-Verhältnisses von über 16:1 geben soll.
Toto Wolff fordert die anderen Teams auf, ihre Arbeit zu tun und kritisiert ihr Management. In dieser angespannten Situation hat Mercedes geheime Tests in Barcelona durchgeführt, um ihre Leistung vor dem offiziellen Testbeginn zu evaluieren. Diese formellen Tests beginnen in der kommenden Woche und werden entscheidend sein, um zu zeigen, wie die Teams sich an die neuen Regulierungen anpassen können.
Neues Reglement ab 2026
Die Reformen, die ab 2026 in Kraft treten, umfassen die Einführung von V6-Turbo-Motoren, die künftig fast 50 % der Leistung aus Batterien schöpfen. Auch die Verwendung von Öko-Sprit wird verpflichtend, was die Frage nach der Nachhaltigkeit der Formel 1 aufwirft. Die neuen Autos werden nicht nur leichter – das minimale Gesamtgewicht sinkt auf 768 Kilogramm – sondern auch kleiner, was die Radstände und die Karosseriewidmungen betrifft.
Mit einer Vielzahl neuer technischer Anforderungen wird das Reglement fundamental verändert. Die bisher verwendete Überholhilfe DRS wird durch einen Overtake-Mode ersetzt, der zusätzliche elektrische Leistung für Überholmanöver bereitstellt. Dies könnte die Dynamik auf der Strecke erheblich beeinflussen.
Kritik an den Konkurrenzteams
Toto Wolff hat sich auch über die Konkurrenz echauffiert, die Gespräche über die Legalität der Mercedes-Powerunit führt. Er betont, dass die Vorschriften klar definiert sind und dass die Antriebseinheit von Mercedes mit den vorgegebenen Standards übereinstimmt. Die Kommunikation mit der FIA sei durchwegs positiv verlaufen, was die rechtliche Grundlage unterstreicht. Wolff wundert sich, warum andere Teams sich so stark auf Mercedes konzentrieren und nicht an ihrer eigenen Leistung arbeiten, und geht davon aus, dass die Konkurrenz möglicherweise Ausreden für bevorstehende Misserfolge suchen könnte.
Besonders kontrovers ist die Tatsache, dass Red Bull und Mercedes Beweise vorgelegt haben, dass sie im Betrieb des Motors das Verdichtungsverhältnis anpassen können, um das Limit von 16:1 zu überschreiten, was von einigen Herstellern als illegal erachtet wird. Der Audi-Technikchef James Key äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Umgehungen der Regelungen und forderte von den Behörden verstärkte Kontrollen.
Insgesamt sieht die Formel 1 in der neuen Saison einen wegweisenden Wandel, der über den technischen Bereich hinausgeht. Mit der Einführung neuer Teams, wie Cadillac und Audi, die sich als ernstzunehmende Herausforderer positionieren, werden die Entwicklungen in der kommenden Saison mit Spannung erwartet. Mercedes bleibt unter Druck, während alle Augen auf das bevorstehende Rennen in Australien gerichtet sind.