
Eine Influencerin, die in den sozialen Medien unter dem Namen „Dog-Mom“ bekannt ist, sieht sich derzeit schweren Vorwürfen gegenüber. Sie hat etwa 15.000 Follower, auf deren Feed sie normalerweise Bilder und Videos ihrer Hunde teilt. Doch die aktuelle Kontroverse um sie hat die Community erschüttert, nachdem bekannt wurde, dass sie sich anscheinend bei sexuellen Handlungen mit ihren Tieren gefilmt hat. Es wird behauptet, dass sie diese Aufnahmen gegen Bezahlung weitergegeben hat, was zu einer breiten Empörung geführt hat.
Die Vorwürfe sind nicht nur moralischer Natur, sondern auch rechtlicher. Laut dem Tierschutzgesetz in Deutschland sind sexuelle Handlungen mit Tieren, die sie zu einem artwidrigen Verhalten zwingen, verboten. Dies wurde durch einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts am 18. Februar 2016 bekräftigt. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 25.000 Euro, jedoch handelt es sich hierbei um Ordnungswidrigkeiten, nicht um Straftaten. Das Gericht wies Beschwerden von zwei Beschwerdeführern zurück, die sich sexuell zu Tieren hingezogen fühlten, und stellte fest, dass der Schutz von Tieren ein legitimes Ziel des Gesetzes darstellt.
Der Tieranwalt hebt hervor, dass die Regelung darauf abzielt, das Wohlbefinden von Tieren vor artwidrigen sexuellen Übergriffen zu schützen.
Tierschutzgesetz und seine Relevanz
Die Relevanz des Tierschutzgesetzes ist insbesondere in Fällen wie diesen von enormer Bedeutung. Jährlich fallen in Deutschland mehr als eine Million Tiere dem Verstoß gegen das Tierschutzrecht zum Opfer. In diesem Kontext regelt der Paragraph 18 des Tierschutzgesetzes Ordnungswidrigkeiten und Strafen, die sich aus Verstößen gegen die Rechte von Tieren ergeben. Es legt fest, wie Tiere gehalten, behandelt und transportiert werden sollen und definiert die Pflichten von Tierhaltern sowie Mindeststandards für die Tierhaltung.
Laut Tierschutzgesetz.net sind Verstöße gegen dieses Gesetz nicht nur mit Geldbußen, sondern auch mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren bestraft.
Die Tierschutzbehörden spielen eine zentrale Rolle bei der Überwachung und Meldung von Verstößen gegen das Gesetz. Bürger sind verpflichtet, etwaige Verstöße zu melden, während Tierschutzbeauftragte für die Kontrolle der Regelungen sorgen müssen. Oft nimmt die Tierquälerei in Formen wie Misshandlungen, mangelhafter Unterbringung oder unnötigen Schmerzen bei Transporten Gestalt an. Über 1 Million Tiere leiden jährlich unter diesen Bedingungen, was die Dringlichkeit der konsequenten Umsetzung der Tierschutzgesetze unterstreicht.
Die besorgniserregenden Vorwürfe gegen die Influencerin sind nicht nur ein Aufruf zur moralischen Reflexion, sondern auch ein Weckruf für die Gesellschaft, sich vehement gegen Tierquälerei zu engagieren und die bestehenden Gesetze durchzusetzen. Die Schwere der Situation und die klare Haltung des Gesetzes machen deutlich, dass der Schutz der Tiere an oberster Stelle stehen muss.
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