Am 11. Februar 2026 ereignete sich in Tumbler Ridge, Kanada, eine tragische Amoktat, die das Land in einen Schockzustand versetzte. Die Polizei hat nun die Identität der Täterin bestätigt: Sie war 18 Jahre alt und hatte psychische Probleme, die zuvor bekannt waren. Laut Kleine Zeitung war sie mehrfach in Gewahrsam. In ihrer kurzen Laufbahn als Frau, die sie seit sechs Jahren lebte, hatte sie zuvor die Schule abgebrochen.

Der Vorfall begann tragisch, als die Täterin zunächst ihre 39-jährige Mutter und ihren 11-jährigen Stiefbruder in ihrem Wohnhaus tötete, bevor sie ihre ehemalige Schule attackierte. In dieser Phase tötete sie eine 39-jährige Lehrerin sowie fünf Schüler im Alter von zwölf und 13 Jahren. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, eine 12-Jährige und ein 19-Jähriger, und sind derzeit im Krankenhaus. Ingesamt beläuft sich die Zahl der Opfer auf neun, einschließlich der Täterin, wie ZDF heute berichtet.

Chaos und Schock in Tumbler Ridge

Die Polizei rückte nur zwei Minuten nach dem Notruf an, wurde jedoch sofort unter Beschuss genommen. Schüler berichteten von alarmierenden Szenen in der Schule, als sie die Türen mit Tischen barricadierten in einem Versuch, sich zu schützen. Der Tatort selbst wurde als „fast surreal“ beschrieben, und die Gemeinde, die etwa 2.400 Einwohner hat, steht unter Schock. Darryl Krakowka, der Bürgermeister von Tumbler Ridge, äußerte seine Betroffenheit, da er viele der Opfer persönlich kannte.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Beziehung zwischen der Täterin und ihren Opfern, während das Motiv der Tat weiterhin unbekannt bleibt. Laut der Polizei gab es keine Hinweise auf öffentliches Mobbing oder Diskriminierung an der Schule. Die Täterin wurde bei ihrer Geburt als männlich registriert und hatte in sozialen Medien eine weibliche Identität angenommen.

Politische Reaktionen und zukünftige Maßnahmen

Der Amoklauf hat landesweise Trauer und Diskussionen über Waffengesetze ausgelöst. Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich erschüttert und ordnete Trauerbeflaggung an. König Charles und der Premier von British Columbia, David Eby, drückten ebenfalls ihr Mitgefühl aus und versicherten der Gemeinde Unterstützung.

Als Reaktion auf den Vorfall und die steigende Gewaltbereitschaft hat Premierminister Justin Trudeau bereits eine Deckung für den Besitz von Handfeuerwaffen in Kanada angekündigt. Der Kauf, Verkauf und die Einfuhr sollen stark eingeschränkt werden, was aus einem wachsenden Bedürfnis resultiert, öffentliche Plätze sicherer zu machen. Trudeau betonte, dass Menschen ohne Angst in Schulen und andere öffentliche Orte gehen können sollten, wie Stern berichtet.

Mit der neuen Gesetzgebung sollen auch Personen, die potenziell eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen, ihre Waffenlizenz verlieren. Diese Maßnahmen sind Teil eines großen Anstrengens, die Waffengewalt in Kanada zu verringern, die trotz strenger Gesetze in den letzten Jahren zugenommen hat.

Der Amoklauf in Tumbler Ridge gehört zu den tödlichsten in der Geschichte Kanadas und ist ein tragisches Beispiel für die Gefahren, die auch in einem Land mit strengen Waffengesetzen heranwachsen können.