Norwegische Prinzessin Ingrid Alexandra Høiby (22) hat auf ihrem privaten Instagram-Account, der rund 800 Follower hat, ein emotionales Posting veröffentlicht, in dem sie sich vehement gegen die Presse wendet. Diese Botschaft wurde jedoch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht, sondern war ursprünglich für einen kleinen Kreis von Freunden gedacht. Die Inhalte des Posts erreichten trotzdem die norwegische Zeitung NRK, was die Prinzessin stark belastet, während sie sich zurzeit in Australien aufhält. Darin fragt sie eindringlich: „Wann ist genug?“ und äußert, dass sie verrückt werde aufgrund der fortwährenden persönlichen Angriffe durch die Medien. Laut Krone sind negative Schlagzeilen über sie in Norwegen weit verbreitet und verleihen ihrer Stimme sogar eine gewisse Dringlichkeit.
Ingrid Alexandra thematisiert in ihrem Beitrag nicht direkt den laufenden Prozess gegen ihren Bruder Marius Borg Høiby, der wegen Vergewaltigung und Missbrauch in engen Beziehungen vor Gericht steht. Dennoch nutzt sie einen Gedankenansatz, um auf die Gefahren von Vorverurteilungen durch die Medien hinzuweisen, ohne dabei auf spezifische Fälle einzugehen. Sie erklärt, dass jede Situation als aggressiv wahrgenommen werden kann und konstruiert hypothetische Szenarien, in denen Menschen fälschlicherweise beschuldigt werden. Diese Ansichten werden von Adelswelt unterstützt, die betonen, dass sie auf die Problematik falscher Narrative aufmerksam machen möchte, die oft ganz unverhofft angestoßen werden können.
Kritik an der medialen Vorverurteilung
In ihrem Post hebt Ingrid Alexandra besonders die mediale Berichterstattung hervor und kritisiert die norwegische Zeitung „VG“. Sie beschreibt, wie schnell man durch Behauptungen und mediale Darstellung unter Verdacht geraten kann und betont, dass es ungemein schwierig ist, sich gegen solche falschen Darstellungen zu verteidigen. Die Prinzessin, die ebenfalls öfters im Rampenlicht steht, fühlt sich durch diese mediale Aufmerksamkeit stark belastet. Das norwegische Königshaus hat sich bislang nicht zu ihrem öffentlichen Gefühlsausbruch geäußert.
Die Situation wird zusätzlich durch die Verbindungen ihrer Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, zu Jeffrey Epstein kompliziert, was die Familie unter zusätzlichen Druck setzt. Hier sieht Ingrid Alexandra Risiken, die über individuelle Schicksale hinausgehen. Wie Bonn Institute erklärt, führt die Kategorisierung in den Medien oft zu einer verzerrten Wahrnehmung, die wiederum Diskriminierung und ein ungleichmäßiges Öffentlichkeitsbild begünstigt.
Medienberichterstattung beeinflusst also nicht nur die Wahrnehmung der betroffenen Personen, sondern auch das soziale Klima allgemein. Ingrid Alexandras Kritik macht deutlich, dass die Grenzen zwischen öffentlichem Interesse und persönlicher Integrität oft verschwimmen und wie wichtig es ist, sensibel mit solchen Themen umzugehen.