In einer aktuellen Umfrage des Jugend-Internet-Monitors 2026 wird ein deutlicher Rückgang der Nutzerzahlen bei sozialen Netzwerken festgestellt. Laut Dolomitenstadt haben 500 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren ihre Nutzung von Plattformen wie WhatsApp, YouTube und Snapchat reflektiert. WhatsApp bleibt zwar mit 82% die beliebteste Plattform, jedoch verzeichnet die App einen Rückgang von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.
YouTube folgt an zweiter Stelle mit 76% Nutzung, gefolgt von Snapchat mit 65%. Bei TikTok und Instagram zeigen die Nutzerstatistiken jeweils 64% Nutzung, wobei TikTok eine beachtliche tägliche Nutzung von 83% aufweist. Microsoft Teams, vor allem durch die zunehmende Nutzung in Schulen, liegt auf dem sechsten Platz mit 31% Nutzung, was einen Verlust von 4 Prozentpunkten darstellt.
Nutzerverhalten und geschlechtsspezifische Unterschiede
Zusätzliche Plattformen, die genutzt werden, sind Pinterest (31%), Roblox (23%), Discord (18%) und Twitch (14%). Während Signal und Reddit stabil bleiben mit jeweils 9% Nutzung, ist BeReal der größte Verlierer, dessen Nutzung von 30% auf 7% gesunken ist. In der Studie wird zudem festgestellt, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Plattformnutzung abnehmen. Burschen nutzen YouTube (79%) und TikTok (67%) häufiger, während Mädchen sich mehr für Pinterest (55%) interessieren.
Die Umfrage zeigt auch einen signifikanten Wandel in den Nutzungsmotiven für soziale Medien, der sich zunehmend auf Kurzvideos konzentriert, anstatt auf die direkte Kommunikation. Es wird berichtet, dass 94% der Befragten KI-Chatbots verwenden, was möglicherweise zur Erklärung des Rückgangs der sozialen Netzwerke beiträgt. Kritisiert wird von Jugendlichen die übermäßige Werbung und die häufigsten Inhalte, die als belastend empfunden werden, sowie die Verbreitung von Hasskommentaren.
Herausforderungen und gesellschaftliche Verantwortung
Die Ergebnisse spiegeln auch eine breitere gesellschaftliche Herausforderung wider. Laut einer vorherigen Studie von bpb.de sind soziale Medien für Jugendliche wesentliche Plattformen zur Orientierung ihrer sozialen Identität. Die zunehmende Verfügbarkeit neuer Inhalte und die damit verbundenen Anerkennungsmechanismen bringen jedoch auch Gesundheitsrisiken mit sich, wie die weit verbreiteten „Challenges“ auf Plattformen wie TikTok zeigen. Darunter finden sich mutmaßliche Mutproben, die zu ernsten gesundheitlichen Konsequenzen führen können.
Um mit den Herausforderungen rund um die digitale Mediennutzung umzugehen, ist Medienkompetenz entscheidend. Diese umfasst die Wahrnehmung, Nutzung und Bewertung von Medieninhalten. Eltern und Schulen tragen eine wichtige Verantwortung, um Jugendliche zu einer reflektierten Mediennutzung zu erziehen. Gemeinsam müssen sie in dieser digitalen Ära die Grundlagen für ein sicheres und respektvolles Miteinander in sozialen Medien legen.






