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Frauenrechte – Abtreibungsproblematik und Hilfe für Frauen in Europa

Auch in Europa haben Frauen nach wie vor mit Einschränkungen bei der Abtreibung zu kämpfen. Der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch wird entweder verwehrt oder stark eingeschränkt. Abtreibungsgegner, rechtskonservative Parteien und religiöse Gruppen organisieren sich europaweit, um das Recht auf Abtreibung zu untergraben. Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum Weltfrauentag wird das "WELTjournal" am 6. März um 22.30 Uhr auf ORF 2 die Reportage "Frauenrechte - Mein Körper, meine Entscheidung" zeigen.

Der Beitrag beleuchtet Beispiele aus Polen, Malta und Italien, in denen private Vereine und mutige Ärztinnen Frauen in Notsituationen helfen und dabei große Risiken eingehen. In Polen drohen einer Aktivistin beispielsweise drei Jahre Haft, weil sie einer Frau die Abtreibungspille gegeben hat. In Malta sind Schwangerschaftsabbrüche selbst dann verboten, wenn das Leben der Frau in Gefahr ist. Ärztinnen riskieren nicht nur drakonische Haftstrafen, sondern auch den Verlust ihrer Zulassung. In Italien sind Abtreibungen zwar legal, jedoch lehnen mittlerweile 70 Prozent der Ärzte aus Gewissensgründen ab, Druck von der Kirche und rechten Gruppen spielt dabei eine Rolle.

Die niederländische Aktivistin und Ärztin Rebecca Gomperts gibt Frauen in Not Hoffnung und Hilfe. Sie gründete die Organisation "Women on Web", die Abtreibungspillen verschreibt und verschickt. Außerdem gründete sie "Women on Waves", eine mobile Abtreibungsklinik auf einem Schiff, auf dem Schwangerschaftsabbrüche in internationalen Gewässern legal durchgeführt werden können.

Tabelle:

Land Situation bei Abtreibung
Polen Aktivistin mit Haftstrafe bedroht
Malta Schwangerschaftsabbrüche auch bei Lebensgefahr verboten
Italien 70% der Ärzte lehnen Abtreibungen ab

Der Beitrag verdeutlicht die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Recht auf Abtreibung in Europa und betrachtet die Situation in Polen, Malta und Italien genauer. Auch historische Fakten zu diesem Thema könnten von Interesse sein, um die lokale Situation besser zu verstehen und mögliche Entwicklungen besser einordnen zu können.



Quelle: ORF / ots

ORF

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