Am Dienstag, den 24. September 2025, ist die legendäre italienische Schauspielerin Claudia Cardinale im Alter von 87 Jahren in Nemours, Frankreich, verstorben. Sie umgeben von ihren Kindern, als ihr Agent Laurent Savry den traurigen Nachrichten gegenüber der AFP bestätigte. Cardinale wurde am 15. April 1938 in La Goulette, Tunis, geboren und wuchs in einer Familie mit sizilianischen Wurzeln auf. Ihre französische Mutter und ihr sizilianischer Vater prägten ihr künstlerisches Talent und ihre Vielsprachigkeit, da sie in mehreren Sprachen, einschließlich Sizilianisch, Tunesisch-Arabisch und Französisch, aufwuchs.
Bereits mit 17 Jahren wurde sie zur „Schönsten Italienerin von Tunis“ gekürt, was dazu führte, dass sie eine Reise zum Filmfestival in Venedig gewinnen konnte. Dies war der Beginn ihrer beeindruckenden Karriere, die sie 1955 als Statistin in einem Kurzfilm startete. Ihr Durchbruch gelang ihr jedoch im Jahr 1958 mit einer Rolle in „Goha“, wo sie an der Seite von Omar Sharif spielte. Cardinale zählte zu den herausragenden Filmdiven Italiens und spielte in über 150 internationalen Filmen.
Künstlerische Erfolge
Claudia Cardinale war bekannt für ihre Rolle in bedeutenden Filmklassikern wie „Rocco und seine Brüder“ (1960), „Der Leopard“ (1963) und „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968). In den USA erlangte sie auch Berühmtheit durch Filme wie „Der rosarote Panther“ und „Circus-Welt“. Ihr Talent und ihr Charisma machten sie zur Muse von großen Regisseuren wie Luchino Visconti und Federico Fellini.
Im Laufe ihrer Karriere erhielt Cardinale zahlreiche Auszeichnungen für ihr Lebenswerk. Dazu zählen der prestigeträchtige Goldene Löwe bei den Filmfestspielen von Venedig im Jahr 1993 und der Goldene Ehrenbär auf der Berlinale im Jahr 2002. Zudem wurde sie bei den Filmfestspielen von Locarno mit dem Preis für ihr Lebenswerk geehrt. Zuletzt wurde sie 2017 prominent in den Medien gefeiert, als sie das Plakat der 70. Internationalen Filmfestspiele von Cannes zierte.
Persönliches Leben
Abgesehen von ihrer imposanten Filmkarriere war Cardinale auch für ihr Engagement in sozialen Fragen bekannt. Sie war seit März 2000 UNESCO-Botschafterin für die Verteidigung der Frauenrechte. Claudia Cardinale war von 1966 bis 1975 mit dem Filmproduzenten Franco Cristaldi verheiratet. Nach ihrer Ehe lebte sie von 1975 bis 1999 mit dem Regisseur Pasquale Squitieri zusammen und hatte eine Tochter namens Claudia. Ihr Sohn Patrick, geboren 1958, wurde in ihrer Familie als jüngerer Bruder ausgegeben. Schließlich lebte sie bis zu ihrem Tod in Fontainebleau, nachdem sie Jahrzehnte in Paris verbracht hatte.
Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati und Italiens Kulturminister Alessandro Giuli haben ihr Erbe gewürdigt und ihren Einfluss auf die Filmgeschichte anerkannt. Cardinale bleibt als eine der größten Schauspielerinnen ihrer Zeit unvergessen – durch ihre Filme und ihre unermüdlichen Beiträge zum Kino.





