Wegen der Entdeckung einer Fliegerbombe im obersteirischen Ortsteil Langenwang mussten heute zahlreiche Anwohner ihre Häuser verlassen. Um 10.00 Uhr entdeckte ein Baggerfahrer in einer Schottergrube die gefährliche Munition, wie von der Kleine Zeitung berichtet. Im Anschluss wurden sofort der Entminungsdienst sowie die Polizei alarmiert, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
Bürgermeister Rudolf Hofbauer informierte die Medien über die Situation und erklärte, dass die evakuierten Personen vorübergehend im Rathaus Schutz finden. Die Polizei hat das Areal vollständig abgesperrt, da unklar ist, ob die Bombe noch scharf ist. Im Zuge der Räumungsmaßnahmen wurden auch die Südbahnstrecke zwischen Krieglach und Mürzzuschlag gesperrt, was zu erheblichen Verspätungen bei den Fernzügen führte. Für Regionalzüge wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Evakuierung unter rechtlichen Rahmen
Die Evakuierung der Anwohner erfolgt in Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorgaben. Laut Informationen, die die Stadt Leipzig bereitstellt, ist die Aufforderung zum Verlassen der Wohnung rechtlich verpflichtend. Das bedeutet, dass Betroffene auch dann das Gebiet verlassen müssen, wenn sie das Risiko auf eigene Verantwortung tragen möchten. Im Bedarfsfall könnte die Polizei gezwungen sein, Türen aufzubrechen und Menschen mit Gewalt aus der Wohnung zu holen, wenn dies notwendig ist, um Leben zu retten.
Anwohner, die sich gegen die Evakuierung wehren, müssen mit vorübergehender Freiheitsentziehung rechnen. Zudem darf die Evakuierung nicht behindert werden, da dies rechtliche Konsequenzen in Form von Bußgeldern nach sich ziehen kann. Personen, die in ihren Wohnungen bleiben möchten, haben im Schadensfall keinen Anspruch auf Ersatz, falls sich herausstellt, dass dies gefährlich war.
Gefahrenlage und Maßnahmen
Die Polizei hat für die betroffene Zone einen Sperrkreis eingerichtet, um die Sicherheit sowohl der Anwohner als auch der eingreifenden Rettungskräfte zu gewährleisten. Markus Lamb, Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark, betonte die Dringlichkeit der Situation und die notwenigen Sicherheitsmaßnahmen, die eingeleitet wurden. Die Entschärfung der gefundenen Fliegerbombe ist bereits in Planung.
Die Behörden und der Entminungsdienst arbeiten nun intensiv daran, die Gefahr zu beseitigen, damit die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren können. Bis zur vollständigen Klärung wird die Sicherheitslage weiterhin kritisch beobachtet.
Es bleibt abzuwarten, wie lange die Maßnahmen andauern werden und ob der Zugverkehr sowie die Sperrungen bald wieder aufgehoben werden können.