Am 7. Jänner 2026 wird beim Afrika-Cup, einem der bedeutendsten Fußballturniere auf dem afrikanischen Kontinent, ein besonderes Ereignis gefeiert. Im Mittelpunkt steht Michel Kuka Mboladinga, ein leidenschaftlicher Fan der Demokratischen Republik Kongo, der während der Spiele seiner Mannschaft, den „Leoparden“, zu einem Symbol für Leidenschaft und Hingabe wurde. Der Fan verharrte über 438 Minuten regungslos auf der Tribüne und ahmte währenddessen eine Statue nach, die in Gedenken an Patrice Lumumba, den ersten Premierminister des unabhängigen Kongo, der 1961 ermordet wurde, entworfen wurde.

Doch nicht alle Reaktionen auf Mboladingas Hingabe waren positiv. Nach dem Achtelfinal-Sieg von Algerien über die DR Kongo, der nach Verlängerung mit 1:0 entschieden wurde, äußerte der algerische Spieler Mohammed Amoura in einer provokanten Geste seine Missachtung. Er imitierte Mboladingas Pose und ließ sich dann auf den Boden sinken, als ob er schlafen würde. Diese Handlung sorgte für heftige Diskussionen und Kritik in den sozialen Netzwerken und den Medien. Mboladinga brach nach der Niederlage in Tränen aus und eroberte dennoch die Herzen der Fußball-Fans weltweit.

Die Gruppenphase und die Verzichte der Spieler

Der Afrika-Cup, der von der CAF organisiert wird und seit 1968 alle zwei Jahre stattfindet, läuft noch bis zum 18. Jänner mit insgesamt 24 teilnehmenden Nationen. Das Turnier startete am Sonntagabend mit einem Spiel zwischen Marokko und den Komoren, das mit 2:0 endete. Albanien ist in Gruppe E eingeteilt und hat bereits wichtige Spiele hinter sich, darunter Begegnungen gegen Sudan, Burkina Faso und Äquatorialguinea. Alle Gruppenspiele finden im Moulay El Hassan Stadium in Rabat statt. Die K.-o.-Runde beginnt am 3. Jänner, während das Finale am 18. Jänner ausgetragen wird.

  • Vorrundenspiele Algeriens:
    • 24. Dezember: Algerien gegen Sudan
    • 28. Dezember: Algerien gegen Burkina Faso
    • 31. Dezember: Äquatorialguinea gegen Algerien

Im Rahmen dieses prestigeträchtigen Turniers musste Mohammed Amoura, der für die algerische Nationalmannschaft spielt, nach einem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach direkt abreisen. Wäre Algerien bis ins Finale gelangt, hätte Amoura einige wichtige Vereinsmatches des VfL Wolfsburg verpasst, darunter Spiele gegen Bayern München, FC St. Pauli und 1. FC Heidenheim. Der VfL-Cheftrainer Daniel Bauer wünschte ihm viel Erfolg beim Turnier.

Algeriens Fußballgeschichte und Titelambitionen

Algerien hat eine beachtliche Geschichte im Afrika-Cup, mit zwei gewonnenen Titeln, 1990 und 2019. Der aktuelle Titelträger ist die Elfenbeinküste, während Ägypten mit insgesamt sieben Titeln die erfolgreichste Nation ist. Der Afrika-Cup unterscheidet sich von der Afrikanischen Nationenmeisterschaft, die nur Spielern aus nationalen Meisterschaften erlaubt. Die erste Austragung fand 1957 statt und umfasste nur drei Teilnehmer. Heute zeigt das Turnier mit 24 Mannschaften und einem komplexen Modus aus Gruppen- und K.-o.-Runden die Entwicklung des afrikanischen Fußballs und die steigende Konkurrenz auf diesem Niveau.

Insgesamt wird der Afrika-Cup als ein bedeutendes sportliches Ereignis angesehen, das nicht nur den besten Fußball Afrikas präsentiert, sondern auch eine Plattform für kulturellen Austausch und Nationalstolz bietet. Während die Fans Mboladinga als Symbol für die Sehnsucht nach Anerkennung und Respekt in der Fußballwelt betrachten, zeigen Ereignisse wie die provokante Geste von Amoura, dass Emotionen in diesem Sport oft hohe Wellen schlagen können.

Für weitere Details und aktuelle Informationen zum Afrika-Cup besuchen Sie die Seiten der Krone, des VfL Wolfsburg und der Wikipedia.