Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, trat während der Halbzeitshow des Super Bowl 2026 auf, der zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots stattfand. Der Auftritt fand in Santa Clara, Kalifornien, statt und verwandelte die Halbzeitpause in eine lebendige Tanzparty. Sein Auftritt gilt als historisch, da er der erste spanischsingende Solokünstler ist, der bei diesem Event auftritt. Bekannte Persönlichkeiten wie Roger Federer, Travis Scott, Jon Bon Jovi und Jay-Z waren im Stadion anwesend und verfolgten die spektakuläre Show. Bad Bunny präsentierte Fahnenträger, die die Flagge der USA sowie die Flaggen anderer lateinamerikanischer Länder zeigten und hielt einen Football mit der Aufschrift „Gemeinsam sind wir Amerika“. Dabei sagte er „God bless America“. Auf einer Leinwand projizierte man den Schriftzug „Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe“.
Der Auftritt von Bad Bunny wurde von einigen als politisches Statement interpretiert, insbesondere in Bezug auf die Anti-Immigrationspolitik der Trump-Regierung. Er sang ausschließlich auf Spanisch und performte eines seiner politischsten Lieder, „Lo que paso con Hawaii“, das die kulturelle Übernahme Hawaiis durch die USA thematisiert. Dies wurde als kritische Auseinandersetzung mit sozialen Themen und Ungerechtigkeiten gewertet. Bad Bunny erklärte, sein Auftritt sei „für mein Volk, meine Kultur und unsere Geschichte“. Diese Aufführung fand inmitten einer Kontroverse statt, die bereits vor dem Super Bowl durch Trumps negative Kommentare über den Künstler angeheizt wurde. Der ehemalige Präsident nannte die Halbzeitshow „absolut schrecklich“ und bezeichnete die tanzeinlagen als Beleidigung für die Größe Amerikas.
Politische Resonanz und Medienreaktionen
Donald Trump äußerte sich empört über die gesamte Show und kritisierte nicht nur den Auftritt von Bad Bunny, sondern bezeichnete das Event als chaotisch und nicht inspirierend. Er hielt auch die Berichterstattung der Medien über den Super Bowl für fragwürdig. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Trump selbst nicht an dem Spiel teilgenommen hatte und bereits vor dem Finale sein Missfallen über Bad Bunny geäußert hatte. Während der Performance waren Backgroundsänger und Tänzer mit hispanischem Migrationshintergrund prominently zu sehen, was den Politischen Ausblick der Show weiter verstärkte.
Die Halbzeitshows des Super Bowls haben sich zu einem eigenen Kulturphänomen entwickelt und ziehen jedes Jahr mehr als 100 Millionen Zuschauer in den USA an. Bad Bunnys Entscheidung, auf Spanisch zu singen, wurde im Literaturkurs an einer Universität in Maryland thematisiert, wo Studierende über seine Songtexte diskutieren, die sich mit Gentrifizierung und politischen Ungerechtigkeiten auseinandersetzen.
Reaktionen und Zukunft
Trotz der polarisierenden Kontroversen plant Bad Bunny weiterhin, seine Musik zu präsentieren und sich für die Rechte der Puerto-Ricaner einzusetzen. Diese haben als US-Staatsbürger zwar staatliche Zugehörigkeit, jedoch eingeschränkte politische Rechte, etwa kein Wahlrecht bei Präsidentschaftswahlen. Es gab Drohungen aus dem politischen Umfeld, beim Super Bowl gegen Migranten vorzugehen, jedoch hat das Heimatschutzministerium hier zurückgerudert. Professor Quintero hebt hervor, dass Bad Bunny sich standhaft weigert, seine Musik ins Englische zu übertragen, und Geschichten aus dem Alltag in Puerto Rico erzählt.
Bad Bunny bleibt ein kontroverser, aber auch ein kraftvoller Vertreter seiner Kultur und wird weiterhin als Stimme für gesellschaftliche Themen wahrgenommen. Seine Teilnahme an der größten Showbühne des Jahres hat nicht nur musikalische, sondern auch gesellschaftspolitische Wellen geschlagen, die weit über das Event hinausreichen.