Vorsicht, Vignetten-Abzocke! So schützen Sie sich vor Online-Betrug

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ASFINAG warnt vor betrügerischen Webseiten beim Kauf digitaler Vignetten. Offizielle Verkaufsstellen sind entscheidend für Sicherheit.

ASFINAG warnt vor betrügerischen Webseiten beim Kauf digitaler Vignetten. Offizielle Verkaufsstellen sind entscheidend für Sicherheit.
ASFINAG warnt vor betrügerischen Webseiten beim Kauf digitaler Vignetten. Offizielle Verkaufsstellen sind entscheidend für Sicherheit.

Vorsicht, Vignetten-Abzocke! So schützen Sie sich vor Online-Betrug

Der Trend zur Digitalisierung hat auch Auswirkungen auf den Kauf von Autobahnvignetten in Österreich. Immer häufiger geraten Verbraucher in die Fänge von Betrügern, die mit gefälschten Online-Shops versuchen, ahnungslose Käufer zu täuschen. Dies berichtet exxpress.at, wo die ASFINAG-Geschäftsführerin Claudia Eder eindringlich warnt, dass unautorisierte Anbieter, die Vignetten über das Internet verkaufen, keine rechtliche Grundlage für ihre Geschäfte haben.

In einem aktuellen Fall aus Vorarlberg zeigt sich, wie perfide diese Betrügereien sind. Ein Mann aus dem Bregenzerwald wurde vor Jahren Opfer eines Onlinebetrugs. Kriminelle hatten ihn kürzlich erneut kontaktiert und ihm eine angebliche Rückzahlung für eine Investition in Kryptowährungen angeboten, verbunden mit einem scheinbar offiziellen Dokument der britischen Steuerbehörde HMRC. Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer konnte ihn jedoch vor einem beträchtlichen Verlust in Höhe von fast 90.000 Euro bewahren.

Wie Betrüger Arbeiten

Die Vorgehensweise der Betrüger ist gut durchdacht. Laut der Verbraucherzentrale erstellen diese täuschend echte Fake-Webseiten, die die offiziellen Seiten imitieren. Oft erscheinen diese Seiten in gesponserten Suchanzeigen ganz oben bei Google und nutzen ähnliche Logos oder Farbschemata wie die echten Anbieter. Kleingedruckte Unterschiede wie Buchstabendreher sind häufig, und oftmals weisen die Seiten bei der Zahlung hohe Beträge in fremden Währungen aus.

Die ASFINAG hebt hervor, dass Verbraucher nur über den offiziellen Mautshop oder registrierte Vertriebspartner die digitale Vignette beziehen sollten. Am sichersten ist es, die Seite der ASFINAG direkt in die Adresszeile des Browsers einzugeben, anstatt auf gesponserte Links zu klicken. Eder empfiehlt zudem, bei ungewöhnlichen Beträgen oder Zeitdruck beim Kauf misstrauisch zu werden.

Preise und Maßnahmen

Die Preisgestaltung für Vignetten wird sich 2026 ändern, wenn die letzte Klebevignette in feuerrot für 107 Euro für PKWs und 43 Euro für Motorräder verkauft wird. Ab 2027 wird Österreich vollständig auf digitale Vignetten umstellen. In Annäherung an diesen Wandel kündigt die ASFINAG an, rechtliche Schritte gegen betrügerische Anbieter einzuleiten und technische Mittel zu entwickeln, um diese Angebote schnell aus dem Netz zu entfernen.

Die ASFINAG hat zudem betont, dass sie keine zusätzlichen Gebühren beim Vignettenkauf erhebt und Verbraucher davor warnen möchte, auf überteuerte Anbieter hereinfallen. Informationen zu offiziellen Verkaufsstellen können auf der Website von vol.at nachgelesen werden, die auch eine Liste von autorisierten Vertriebsstellen wie ADAC, Autopay und andere aufzeigt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beim Kauf von digitalen Vignetten höchste Vorsicht geboten ist. Informieren Sie sich über die offiziellen Verkaufsstellen und überprüfen Sie vor dem Kauf die Seriosität der Webseiten, um nicht Opfer von Betrügern zu werden.