Unterhaching (OTS)
Ungewöhnliche Szenen spielten sich in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober in Unterhaching ab. Während die meisten Menschen in der Region schliefen, ereignete sich um etwa 1:30 Uhr ein Vorfall, der sowohl das Verständnis für Sicherheit im öffentlichen Verkehr als auch das schnelle Eingreifen von Zeugen in den Vordergrund stellte. Ein 76-jähriger Mann hatte es gewagt, mit seinem Auto über die Bahnsteigkante eines Haltepunktes zu fahren, was für alle Beteiligten glimpflich ausging.
Bei seiner Fahrt, die er zuvor zwei Stunden lang unternommen hatte, befand sich der Senior auf dem Weg nach Hause und wollte nach eigener Aussage einfach zur anderen Seite des Haltestelle Fasanenpark fahren. Hierbei übersah er jedoch die Gefahren und rollte mit seinem Wagen auf den Bahnsteig. Glücklicherweise kam der Mann nicht ins Rutschen und landete nicht in den Gleisen, sodass die Situation nicht noch schlimmer endete.
Mutiger Zeuge greift ein
Ein 16-jähriger Junge, der gerade mit der S-Bahn in Richtung Holzkirchen unterwegs war und an der Haltestelle Fasanenpark ausstieg, bemerkte das Auto, das bedrohlich weit in den Gleisbereich hineinragte. Ohne zu zögern, eilte er dem Fahrer zur Hilfe. Er kümmerte sich um den unverletzten Senior und blieb bis zum Eintreffen der Polizei bei ihm, was in solch einer Situation von höchster Wichtigkeit ist.
Nach dem Alarm rückte die Feuerwehr Unterbiberg aus und übernahm die Bergung des Fahrzeugs. Um die Sicherheit der Einsatzkräfte und die der Passagiere zu gewährleisten, wurde die Bahnstrecke zwischen 1:30 Uhr und 2:45 Uhr gesperrt. Dies führte, wie zu erwarten, zu moderaten Verspätungen im S-Bahn-Verkehr.
Die Polizei führte nach dem Vorfall eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit des Seniors durch. Positiv dürfte für ihn sein, dass keinerlei alkoholische Beeinflussung festgestellt wurde: sein Atemalkoholtest ergab 0,00 Promille. Dies führt zur Frage, was den Fahrer zu diesem gefährlichen Manöver veranlasst hat. Um die Hintergründe des Geschehens zu klären, leitet die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Solche Vorfälle sind nicht nur für die Sicherheit der Fahrgäste von Bedeutung, sondern werfen auch ein Licht auf die Verkehrssicherheit im Allgemeinen.
Bei einem derart einzigartigen Vorfall in Unterhaching, wo ein Senior mit einem Auto über eine Bahnsteigkante fährt, zeigt sich, wie wichtig die Aufmerksamkeit von Passanten ist. Der schnelle Einsatz des 16-Jährigen verhinderte Schlimmeres und bewies, dass auch in kritischen Momenten Menschen zusammenkommen, um zu helfen. Weitere Informationen zu diesem Vorfall könnten die nächsten Tage liefern, wenn die Ermittlungen fortschreiten und die Hintergründe aufgedeckt werden.
Für die betroffenen S-Bahn-Fahrgäste bleibt die Erfahrung eine lehrreiche, die zeigt, wie schnell sich eine alltägliche Situation in ein potenziell gefährliches Szenario verwandeln kann. Wie immer bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.
Details und Entwicklungen zu diesem Vorfall sind auf www.presseportal.de nachzulesen.
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