Maximilian Hammerle, ein 32-jähriger Triathlet aus dem Ländle, hat am 12. November 2025 seine Karriere im Profi-Triathlon nach über einem Jahrzehnt beendet. Diese Entscheidung reifte über zwei Jahre und wurde vor allem durch gesundheitliche Probleme, wie eine Achillessehnenverletzung sowie mehrere Corona-Infektionen und eine Lungenentzündung, beeinflusst. Hammerle äußerte, dass er diesen Schritt nicht als Niederlage, sondern als Befreiung empfindet. Laut vol.at hätte er gerne beim Ironman in Australien teilgenommen, konnte jedoch aufgrund seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten nicht antreten.

Die sportliche Laufbahn von Hammerle begann als Leichtathlet, bevor er 2017 zum Radsport wechselte und für das Team Vorarlberg fuhr. Im Jahr 2018 fand er zum Triathlon und erreichte 2019 den zweiten Platz beim Ironman in Wales. In den Jahren 2020 und 2021 wurde er Vizestaatsmeister auf der Langdistanz und trat 2024 bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza an. Trotz zahlreicher Rückschläge beschreibt Hammerle seine Karriere als bereichernd, und er bedankt sich für all die Erfahrungen, die er sammeln konnte. Seine Verlobte, Shelly Schenk, unterstützte ihn während seiner gesamten Laufbahn.

Künftige Pläne und Doping-Skandale

Während Hammerle seine Karriere reflektiert, äußert er gleichzeitig seine Traurigkeit und Frustration über die Doping-Sperre des US-Amerikaners Collin Chartier. Dieser wurde aufgrund von EPO-Doping für drei Jahre gesperrt und hatte kürzlich den Ironman in Mont Tremblant, Kanada, gewonnen, wo Hammerle den fünften Platz belegte. Die ersten vier Plätze qualifizierten sich für die WM in Hawaii. Hammerle hatte Chartier für seine Leistungen bewundert und nach dem Rennen längere Unterhaltungen mit ihm geführt. Die Situation wird durch das Fehlen von Dopingtests nach dem Rennen noch komplexer, wie krone.at berichtet.

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Der Doping-Skandal im Triathlon hat eine lange Geschichte, die bis in die späten 1980er Jahre zurückreicht. Laut Wikipedia wurden bereits 1988 erste positive Dopingfälle bekannt, als Scott Molina beim Triathlon Longue Distance de Nice positiv auf Nandrolon getestet wurde. Seitdem gab es zahlreiche Fälle von Doping im Triathlon, was die Glaubwürdigkeit des Sports in Frage stellt. Die Einführung strengerer Dopingkontrollen begann 2002, als die ITU Anti-Doping-Regularien implementierte und die Verantwortung an die WADA übertrug.

Hammerle plant, nach seiner aktiven Laufbahn neue Projekte im Bereich Bewegung zu starten und möchte weiterhin sportlich aktiv sein, jedoch nicht mehr auf professioneller Ebene, um unabhängiger von Sponsoren und Ergebnissen zu sein. Die Details zu seinen kommenden Projekten sollen in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.