
Die Klosterkirche der Zisterzienser in der Mehrerau erstrahlt nach einjähriger Sanierung wieder in neuem Glanz. Mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro wurden nicht nur die Struktur und Akustik der Kirche, die 1964 eröffnet wurde, verbessert, sondern auch historische Reliquien bedeutender Heiliger rekrutiert. Pater Maurus beschreibt Reliquien als „lebendige Zeugnisse des Glaubens“. Diese zentralen spirituellen Objekte gelten als Vorbilder, die den Gläubigen zeigen, wie sie ihr Leben führen können, um ihre Ziele zu erreichen, so Pater Prior Henrik. Am 23. März 2025 wurde das Ergebnis dieser umfangreichen Rehabilitationsarbeiten feierlich eingeweiht, was für Abt Vinzenz Wohlwend einen großen Moment darstellt: „Ich bin sehr froh, dass wir diese Etappe geschafft haben.“
Ein neuer Anfang für Pater Prior Henrik
Die Geschichte von Pater Prior Henrik ist untrennbar mit der Mehrerau verbunden. Nach einer langen Reise aus Kroatien kam er 1998 erstmals ins Kloster, wo er von Abt Kassian in die klösterliche Gemeinschaft eingeführt wurde. Trotz einer vielversprechenden Karriere als Direktor des kroatischen historischen Instituts erstarkte zunehmend die Sehnsucht nach einem Leben einfacher und spiritueller Zugehörigkeit im Kloster. Gemäß mehrerau.at fand er seine Bestimmung beim Grab des Heiligen Antonius in Padua, was zu seiner Rückkehr nach Bregenz im Jahr 2016 führte. Dort übernahm er verantwortungsvolle Aufgaben im Kloster und wurde schließlich 2018 zum Prior gewählt.
Pater Henrik empfindet seine Aufgabe als Prior nicht nur als Verantwortung gegenüber seinen Mitbrüdern, sondern auch als Gelegenheit zur inneren Wandlung. „Für die Bedürfnisse zwischenmenschlicher Beziehungen und der Spiritualität brauche ich den Raum der Stille, den mir das Kloster bietet“, sagt er. Das Kloster Mehrerau, nun revitalisiert und verstärkt durch die Rückkehr seiner Mönche und der bedeutenden Reliquien, ist bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen und sich für zukünftige Generationen zu öffnen.
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