Am Sonntag, den 11. Jänner 2026, wird um 9.05 Uhr die interessante Sendung „matinee“ auf ORF 2 sowie auf ORF ON ausgestrahlt. Der erste Teil der Sendung widmet sich dem Leben des berühmten Tenors Enrico Caruso, unter dem Titel „Enrico Caruso – Die ewige Stimme“. In diesem Filmporträt, das von Norbert Busè produziert wurde, wird Caruso, der erste große Superstar der Oper, in den Focus genommen. Besondere Aufmerksamkeit gilt einem bislang wenig bekannten Attentat in Kuba, das sich während seiner Karriere zugetragen hat. 1920 trat Caruso in Havanna auf und wurde mit 10.000 Dollar pro Abend vergütet. Trotz seiner Erfolge litt er unter Stimmungsschwankungen und zeigte eine ausgeprägte Angst vor der Presse, was schließlich zu seinem frühen Tod ein Jahr nach der Kuba-Reise in Neapel führte.
Der zweite Teil der Sendung, „Magie der Museen – Die Uffizien, Florenz“, geht um 10.00 Uhr auf Sendung. Hier wird der Modeschöpfer Wolfgang Joop als Kunstvermittler agieren und die Zuschauer durch eines der ältesten und beliebtesten Museen der Welt führen. Die Uffizien beherbergen eine der bedeutendsten kunsthistorischen Sammlungen, mit zentralen Werken, wie Sandro Botticellis „Die Geburt der Venus“ sowie Meisterwerken von Michelangelo, Caravaggio, Rembrandt und Goya. Kunsthistoriker Matt Lodder wird als Experte die Geschichte und die Herausforderungen des Museums detailliert erläutern, die unter anderem die verheerende Schlammflut in den 1960er Jahren und das Bombenattentat der Mafia 1993 umfassen.
Die Uffizien: Kunst und Geschichte
Die Uffizien (Galleria degli Uffizi) sind ein renommiertes Kunstmuseum in Florenz und stammen aus der Zeit der Renaissance. Ursprünglich als Amtsräume von Cosimo I. de’ Medici erbaut, ging das Bauprojekt im Jahr 1560 unter der Regie von Giorgio Vasari in die Umsetzung. Das Museum wurde 1581 eröffnet und gilt als das erste öffentliche Museum Europas. Die Sammlung der Uffizien hat sich über die Jahrhunderte zu einer der wichtigsten ihrer Art entwickelt. Heute zieht das Museum jährlich etwa 4,9 Millionen Besucher an und gilt als die meistbesuchte Kultureinrichtung Italiens.
Die Geschichte der Uffizien ist geprägt von bedeutenden Ereignissen. Die Bauarbeiten dauerten bis 1581 und das eindrucksvolle achteckige Raumkonzept, die Tribuna, wurde unter der Leitung von Buontalenti zwischen 1580 und 1588 fertiggestellt. Ein weiterer bedeutender Meilenstein war die Öffnung der Sammlungen für die Öffentlichkeit im Jahr 1769, als Anna Maria Luisa de’ Medici der Stadt Florenz die Kunstwerke vermachte. Heute können Besucher Meisterwerke aus dem 13. bis 18. Jahrhundert bewundern, die Werke italienischer, flämischer, niederländischer, französischer und deutscher Kunst umfassen.
Herausforderungen und Erneuerungen
Die Uffizien waren verschiedenen Krisen ausgesetzt, wie der Autobombenexplosion der Mafia im Jahr 1993, die fünf Todesopfer forderte und erhebliche Schäden an der Struktur verursachte. Ein weiteres bemerkenswertes Datum in der Geschichte fand 1966 statt, als die Uffizien durch das Hochwasser des Arno stark beschädigt wurden. Doch die meisten Kunstwerke konnten durch umfassende Evakuierungsmaßnahmen gerettet werden.
In jüngerer Zeit waren die Uffizien einem Renovierungsprojekt unterzogen, das 2021 abgeschlossen wurde und 14 neue Räume sowie 129 zusätzliche Kunstwerke beinhaltete. Diese Erneuerung sorgt dafür, dass das Museum weiterhin zu den führenden kulturellen Attraktionen der Region gehört, während Simone Verde im Jänner 2024 die Direktion übernehmen wird.