Am 12. Februar 2026 erklärte US-Präsident Donald Trump die Gefährdungsfeststellung von 2009 für ungültig, die Treibhausgase als gesundheitsschädlich einstuft. Mit diesem Schritt hob er die darauf basierenden Emissionsvorgaben für Autos auf und nannte diese Maßnahme die „größte Deregulierungsmaßnahme“ in der Geschichte der USA. Trump kritisierte die Klimaregelungen aus der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama als „katastrophal“ und behauptete, sie hätten der amerikanischen Autoindustrie geschadet sowie die Preise erhöht. Der Verkehr bleibt in den USA der größte Verursacher von CO2-Emissionen, was weitere Fragen zur Luftqualität aufwirft.
Zusätzlich kündigte Trump den Wiederausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen an, das den globalen Temperaturanstieg begrenzen soll. Lee Zeldin, Chef der US-Umweltschutzbehörde EPA, behauptete, die Deregulierung spare den USA 1,3 Billionen Dollar (ca. 1,1 Billionen Euro), ohne seine Berechnung zu erläutern. Zudem wird angenommen, dass die Preise für Neuwagen um rund 3.000 Dollar sinken könnten, während Wissenschaftler weiterhin warnen, dass Treibhausgase die globale Erwärmung beschleunigen und die öffentliche Gesundheit gefährden.
Deregulierung und ihre Folgen
Die geplante Deregulierung könnte auch Emissionswerte für Gas- und Kohlekraftwerke beeinflussen. Trump bezeichnete den Klimaschutz als „größten Betrug“ weltweit und warf dem aktuellen Ansatz vor, keinen Einfluss auf die öffentliche Gesundheit zu haben. Experten befürchten eine Klagewelle von Umweltschutzorganisationen gegen die Aufhebung der Gefährdungsfeststellung, die möglicherweise vor dem Obersten Gerichtshof landet. Der Supreme Court hatte bereits 2007 entschieden, dass Treibhausgase als Luftschadstoffe gelten.
Wissenschaftler kritisieren den Bericht der Trump-Regierung zur Harmlosigkeit von Treibhausgasen. Sie weisen auf Fehler und falsche Interpretationen hin. Zudem plante die EPA eine Überprüfung oder Abschaffung von 31 umweltschützenden Vorschriften, einschließlich der Abgaswerte für Autos und Wasserverschmutzungsgrenzwerte für Kohlekraftwerke. Diese politische Kehrtwende könnte nicht nur die USA betreffen, sondern auch weltweite Auswirkungen haben, da die USA nach China der größte Luftverschmutzer sind, wie von n-tv berichtet.
Klimawissenschaftler äußern Bedenken
Während die Treibhausgasemissionen in den USA tendenziell weiterhin sinken werden, können diese Fortschritte durch die neuen Regulierungen gefährdet werden. Niklas Höhne vom New Climate Institute warnte, dass die US-Politik als negatives Signal für andere Länder wirken könnte, was möglicherweise deren Engagement für den Klimaschutz beeinträchtigt. Die Columbia University dokumentierte über 60 Rücknahmen von Klimagesetzen durch die neue Administration, was das Ausmaß der Veränderungen verdeutlicht.
Die Trump-Regierung stoppt zudem Investitionen in erneuerbare Energien und Elektroautos, was die Herausforderungen im Bereich Klimaschutz weiter verstärken könnte. Wichtige Klimadaten aus den USA könnten in den kommenden Jahren fehlen, da einige Daten gelöscht oder nicht mehr veröffentlicht werden. Gesetzgeber und Wissenschaftler sind besorgt über die Auswirkungen dieser Deregulierungen, wie auch Tagesschau berichtet.