
Die alarmierenden Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zeigen, dass Mikroplastik in den Gehirnen verstorbener Personen in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat. Eine Analyse ergab, dass in Gehirnen aus dem Jahr 2024 durchschnittlich rund 7 Gramm Mikroplastik nachgewiesen wurden. Dies entspricht etwa dem Gewicht eines knappen Esslöffels Salz und ist alarmierend hoch, wenn man bedenkt, dass 2016 nur 4,6 Gramm gefunden wurden. Die Entdeckung, die von Forschern der University of New Mexico veröffentlicht wurde, deutet auf eine besorgniserregende Durchdringung von Mikroplastik in unserem Körper hin, insbesondere im Gehirn, wo eine höhere Konzentration als in anderen Organen wie Leber oder Nieren festgestellt wurde, wie NZZ.ch berichtete.
Die Gefahren der unsichtbaren Partikel
Mikroplastik, dessen Partikel zwischen einem Mikrometer und fünf Millimetern groß sind, kann durch alltägliche Aktivitäten wie das Trinken aus Plastikflaschen oder den Genuss von Lebensmitteln in Plastikverpackungen unbemerkt aufgenommen werden. Diese winzigen Teilchen können die sogenannte Blut-Hirn-Schranke überwinden, was möglicherweise zu chronischen Entzündungen oder genetischen Veränderungen führen könnte. Untersuchungen zeigen, dass in bestimmten Konstellationen, wie etwa bei Demenzpatienten, fünfmal mehr Mikroplastik im Gehirn nachgewiesen wurde, wie die Forscher feststellten. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind jedoch noch nicht vollständig verstanden, und es bestehen dringende Forschungsbedarfe, um die Zusammenhänge zu klären, wie auch vienna.at erklärte.
Die Hauptursachen für die Anreicherung von Mikroplastik in unserem Körper sind der Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln, die aus Kunststoffverpackungen stammen, sowie die ständige Exposition gegenüber Mikroplastik in der Luft und im Wasser. Ein Forscher-Team weist zudem darauf hin, dass das Erhitzen von Speisen in Plastikbehältern Mikroplastik freisetzen kann. Angesichts dieser Berichte wird die Notwendigkeit einer drastischen Reduktion unseres Plastikverbrauchs zur Priorität, um künftige Gesundheitsrisiken zu minimieren.
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