Isellounge-Projekt: Weniger Beton, mehr Grün – Kontroversen bleiben!

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Am 18.11.2025 wird in Lienz die Isellounge errichtet, ein Projekt mit Fokus auf weniger Beton und mehr Grün für die Ufergestaltung.

Am 18.11.2025 wird in Lienz die Isellounge errichtet, ein Projekt mit Fokus auf weniger Beton und mehr Grün für die Ufergestaltung.
Am 18.11.2025 wird in Lienz die Isellounge errichtet, ein Projekt mit Fokus auf weniger Beton und mehr Grün für die Ufergestaltung.

Isellounge-Projekt: Weniger Beton, mehr Grün – Kontroversen bleiben!

Am 18. November 2025 wird auf dem Iselkai in Lienz eine Absperrung für das umstrittene Projekt „Isellounge“ errichtet. Dieses Projekt bringt eine signifikante Veränderung in die bestehende Uferbefestigung und hat Gesamtkosten von rund einer Viertelmillion Euro. Die Finanzierung gestaltet sich jedoch problematisch, da die Stadt die Kosten selbst tragen muss und nicht zu 80 Prozent wie ursprünglich vorgesehen vom Bund unterstützt wird. Kritiker stellen die Notwendigkeit des Projekts in Frage und werfen die Sorge um die Verwendung öffentlicher Mittel auf.

In einer Gemeinderatssitzung am 17. November präsentierte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik eine dritte Variante des Projekts mit Änderungen gegenüber den ursprünglichen Plänen. Die Grünfläche wird nun in einem Verhältnis von 1 zu 2 in Richtung Fluss gesenkt, ohne einen Mauersockel zu errichten. Bestehende Steinstützkörper sollen in die Bucht ausgedehnt werden, um eine bessere optische Einbindung zu ermöglichen.

Änderungen und Maßnahmen

Ein wichtiger Aspekt dieser neuen Pläne ist die Abtrennung des Bereichs der Bucht durch eine Zaunanlage, die mit zwei Drehtüren versehen wird. Die Gesamtkosten für die überarbeiteten Pläne bleiben unverändert, jedoch entstehen zusätzliche Mehrkosten von 5.000 bis 6.000 Euro für den neuen Zaun. Anstelle von Beton werden bei diesem Projekt sechs große Serpentin-Steinblöcke als Sitzelemente verwendet, um die Verwendung von Materialien zu reduzieren, die weniger umweltfreundlich sind.

Im Rahmen der Umgestaltung müssen insgesamt vier Bäume weichen, darunter mehrere kleinere sowie ein großer, der hohl ist. Ein neuer Baum wird an anderer Stelle gepflanzt; es wird jedoch darauf hingewiesen, dass neue Bäume Zeit zum Wachsen brauchen.

Bedeutung urbaner Grünflächen

Das Projekt „Isellounge“ wird in den Kontext eines zunehmend wichtigen Themas der Stadtplanung gestellt: der Verbesserung urbaner Grünflächen. Städtisches Grün spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität in Städten. Laut Umwelt.uni-hannover verbessert urbanes Grün das Stadtklima und fördert sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit der Bewohner.

Die Diskussion über Grüne Freiräume wird in vielen Städten von der Erkenntnis geprägt, dass eine strategische und nachhaltige Entwicklung dieser Flächen oft fehlt. Gleichzeitig ist der Unterhalt von Grünflächen kostenintensiv, was viele Gemeinden vor Herausforderungen stellt. Seit Mitte der 1990er Jahre sind neue Formen urbanen Grüns, wie Gemeinschaftsgärten und vertikales Grün, zunehmend gefragt.

Dieses aktuelle Projekt und die damit verbundenen Änderungen zeigen, dass die Notwendigkeit einer integrierten Stadtentwicklung in Verbindung mit einem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt. Dies wird durch die Empfehlungen und Analysen unterstützt, die im Rahmen von Projekten zur Förderung urbanen Grüns erarbeitet werden.

Zum weiteren Lesen und für zusätzliche Informationen über das Projekt „Isellounge“ können Interessierte die detaillierten Berichte auf dolomitenstadt.at und tirol.orf.at einsehen.