Die Artemis 2-Mission der NASA rückt näher und wird voraussichtlich 2026 die erste bemannte Mission zum Mond seit über 50 Jahren durchführen. Laut vienna.at wird das Raketensystem am kommenden Samstag zum Startplatz gebracht, während ein unbemannter Bodentest, der als „Wet Dress Rehearsal“ bekannt ist, für Ende des Monats geplant ist.

Die Crew besteht aus hochqualifizierten Astronauten: Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und Jeremy Hansen. Koch wird die erste Frau, Glover der erste nicht-weiße Mensch und Hansen der erste Kanadier sein, der an einer Mondmission der NASA teilnimmt. Diese Mission wird als bedeutender Schritt zur Vorbereitung auf zukünftige Mars-Missionen betrachtet und ist Teil des umfassenden Artemis-Programms, das 2017 von der NASA ins Leben gerufen wurde und internationale Partner wie ESA und CSA einbezieht.

Ziele und Bedeutung der Mission

Das Hauptziel von Artemis 2 besteht darin, einen bemannten Mondvorbeiflug durchzuführen, um eine dauerhafte Präsenz im cislunaren Raum zu fördern und die Vorbereitungen für die Mars-Exploration zu treffen. Der Missionstyp wird als „Crewed Lunar Flyby“ (bemannter Mondvorbeiflug) bezeichnet, zum ersten Mal wird das Raumfahrzeug Orion getestet, zusammen mit der Schwerlastrakete SLS martinkaessler.com.

Der Zeitraum für den bevorstehenden Start ist vom 6. Februar bis 6. April 2026, wobei die Astronauten etwa zehn Tage um den Mond fliegen und mehr als 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen werden. Der weiteste Punkt der Mission liegt circa 370.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Crew wird in der Orion-Kapsel leben, die größtenteils vollautomatisch fliegt, während die Astronauten manuell steuern und ihre Gesundheit überwachen müssen.

Finanzielle Aspekte und geopolitische Dimension

Die Kosten des Artemis-Programms könnte bis 2025 auf 86 Milliarden Dollar steigen, wobei Artemis 2 auf etwa 4 Milliarden Dollar geschätzt wird. Betrachtet man die historischen Wurzeln des Programms, kann man feststellen, dass die USA in der Zeit zwischen 1969 und 1972 mit den Apollo-Missionen insgesamt zwölf Astronauten auf den Mond gebracht haben wikipedia.org.

Die geopolitische Situation hat sich ebenfalls verändert, da der Wettlauf um die Mondmissionen nun nicht nur zwischen den USA und Russland, sondern auch mit China stattfindet, das bereits sein eigenes Mondprogramm entwickelt. Im Kontext dieser Konkurrenz sieht die NASA die Rückkehr zum Mond als entscheidenden Schritt, um technologische und geopolitische Führerschaft zu sichern. Ziel ist es, der ersten bemannten Mondlandung Chinas, die für 2030 geplant ist, zuvorzukommen.

Die Herausforderungen, die mit Raumfahrtprojekten dieser Größenordnung verbunden sind, sind vielfältig, einschließlich der hohen Kosten und technischer Verzögerungen, die in der Vergangenheit die Förderung des Artemis-Programms beeinträchtigt haben. Dennoch bekräftigte die Biden-Regierung die Fortführung und Unterstützung dieser ambitionierten Vision für die Zukunft der menschlichen Raumfahrt.

Insgesamt markiert Artemis 2 den Beginn einer neuen Ära der Mondexploration, mit dem Ziel, nicht nur einen weiteren Fußabdruck auf dem Mond zu hinterlassen, sondern auch eine Brücke zur geheimnisvollen Mars-Exploration zu schlagen.