In einer umfassenden Untersuchung von Dildos, Vibratoren und Masturbatoren hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest zahlreiche Produkte im Preisbereich von 20 bis 209 Euro überprüft. Diese Tests ergaben alarmierende Ergebnisse bezüglich der Datensicherheit und gesundheitlicher Risiken bei app-gesteuerten Sextoys. Besonders bemerkenswert ist, dass drei der getesteten Produkte sensible Daten wie Nutzungsstatistiken und User-IDs an die Hersteller übermitteln. Eine dieser Apps ist sogar in der Lage, Informationen an ChatGPT weiterzugeben, was die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes erheblich verstärkt.
Die kritische Bewertung der app-gesteuerten Sextoys führt zu einer klaren Empfehlung des VKI: Die Nutzung dieser Produkte sollte ohne die zugehörige App erfolgen. Während die übermittelten Daten nicht nur die Privatsphäre gefährden, zeigen Tests auch, dass ein Dildo und ein Masturbator Nonylphenol enthalten. Auch wenn der EU-Grenzwert nicht überschritten wird, besteht die Sorge, dass eine regelmäßige Nutzung den Hormonhaushalt beeinträchtigen könnte. Insgesamt sollten Nutzer die fünf bemängelten Lovetoys in Bezug auf Datenschutz und Gesundheit nicht bedenkenlos verwenden, wie exxpress.at berichtet.
Gesundheitsrisiken und Schadstoffe
Zusätzlich zu den Datenschutzproblemen hat die Stiftung Warentest bei den getesteten Vibratoren Schadstoffe entdeckt. Einige der Produkte könnten gesundheitliche Risiken bergen, was die Nutzer vor eine zusätzliche Herausforderung stellt. Der Artikel auf spiegel.de hebt hervor, dass das Bewusstsein für diese Risiken dringend erhöht werden muss.
Die britische Regierung warnt inzwischen ebenfalls vor Sicherheitsrisiken bei Bluetooth-gesteuerten Sexspielzeugen. Eine Studie des Department for Science, Innovation and Technology weist auf mögliche Cyberangriffe hin, durch die die Geräte nicht nur überhitzen, sondern auch physischen Schaden verursachen können. Diese Sicherheitslücken resultieren oft aus unverschlüsselten Bluetooth-Verbindungen, was die Gefährdung persönlicher Informationen wie Namen, sexuelle Orientierung und sogar intime Fotos und Videos verstärkt. Laut chip.de stellen diese Geräte sogar eine Bedrohung dar, da sie als „Sexnologien“ mit mehreren Schwachstellen beschrieben werden, die physischen und psychologischen Schaden verursachen können.
Besondere Bedenken bestehen hinsichtlich künftiger Entwicklungen, wie etwa bei VR- und KI-gesteuerten Sexrobotern, die mit integrierten Kameras und Mikrofonen ausgestattet sind. Es ist klar, dass alle sextechnologischen Geräte, einschließlich Femtech und intelligenten Kinderspielsachen, unterreguliert sind und deshalb anfällig für Angriffe sein könnten.