Am 9. Jänner 2026 kündigte die NASA an, dass ein für Donnerstag geplanter Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) aufgrund gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt wurde. Der NASA-Chef-Mediziner James Polk erklärte, dass die gesundheitlichen Probleme nicht mit der Arbeit an Bord der ISS in Zusammenhang stehen und kein Notfall vorliegt. Das betroffene Crew-Mitglied sei in stabilem Zustand.

Der abgesagte Außeneinsatz, der am Donnerstag hätte stattfinden sollen, sollte von den US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke durchgeführt werden. Die Crew, bekannt als „Crew 11“, besteht neben diesen beiden aus dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow. Diese vier Astronauten sind seit Anfang August 2025 auf der ISS und sollten ursprünglich noch einige Wochen an Bord bleiben.

Situation an Bord der ISS

Die NASA prüft nun „alle Optionen“, darunter auch eine mögliche vorzeitige Rückkehr der Crew zur Erde. Der Vorfall, der zu der Absage des Außeneinsatzes führte, trat bereits am Mittwoch auf. Weitere Informationen zu den gesundheitlichen Problemen sind bislang seitens der NASA nicht bekannt gegeben worden.

Die Crew 11 lebt und forscht seit rund 25 Jahren kontinuierlich auf der ISS, wobei der Beginn dieser Unternehmungen im Jahr 1998 liegt. Der Start der Nachfolge-Crew, die für Mitte Februar vorgesehen war, könnte aufgrund der aktuellen Umstände möglicherweise vorgezogen werden.

Die Gesundheit und Sicherheit der Astronauten bleibt oberste Priorität, weshalb die NASA angemessene Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass alle Crew-Mitglieder in einem stabilen Gesundheitszustand sind, bevor künftige Missionen fortgesetzt werden. Der Vorfall verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Astronauten an Bord der ISS stehen können, auch wenn sie nicht unmittelbar mit der räumlichen Umgebung verbunden sind.