
Im Herzen von New York brodelt es: Der Bürgermeister Eric Adams steht im Fokus eines brisanten Korruptionsskandals. Das US-Justizministerium hat in einem unerwarteten Schritt die Anklage gegen den ersten amtierenden Bürgermeister der Stadt fallen gelassen. Dies geschah unter der Leitung von Vize-Justizminister Emil Bove, einem ehemaligen Anwalt von Donald Trump. Adams wird vorgeworfen, illegale Wahlkampffinanzierung, Betrug und Bestechlichkeit begangen zu haben. Trotz dieser schweren Vorwürfe betonte er stets seine Unschuld und plädierte im September vor einem Manhattaner Gericht auf „nicht schuldig“.
Rücktritte im Justizministerium
Das überraschende Vorgehen des Justizministeriums hat jedoch zu einem schockierenden Rücktritt geführt: Danielle Sassoon, die kommissarische Staatsanwältin von Manhattan, legte ihr Amt nieder, da sie der Anordnung nicht nachkommen wollte, die Klage gegen Adams abzulehnen. Sassoon offenbarte ihre Überzeugung, dass Adams tatsächlich Verbrechen begangen hat, und kritisierte den schnellen und undurchsichtigen Prozess der Entscheidung in einem Schreiben an die Justizministerin Pam Bondi. „Ich bin nach wie vor verblüfft über das überstürzte und oberflächliche Verfahren“, schrieb sie und forderte eine Neubewertung der Anweisung, den Fall fallen zu lassen, wie auch Tagesschau berichtete.
Das Einlenken des Justizministeriums wurde scharf von Scotten, einem erfahrenen Staatsanwalt, kritisiert, der ebenfalls seinen Rücktritt einreichte. In seiner Rücktrittsnachricht mahnte er, ein solches Handeln untergrabe die Gesetze und Traditionen der USA. Er wies darauf hin, dass kein „freiheitliches System“ die Einflussnahme von Regierungen auf gewählte Beamte durch die Staatsanwaltschaft tolerieren könne. Adams hingegen festigt seine politische Beziehung zu Trump und erklärt, das Verfahren sei politisch motiviert, was die politische Landschaft in New York erheblich beeinflussen könnte.
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