
Der Iran hat die Festnahme der italienischen Journalistin Cecilia Sala bestätigt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf das iranische Kulturministerium.
Details zur Festnahme von Cecilia Sala
Das italienische Außenministerium gab in einer Erklärung am Freitag bekannt, dass Sala in Teheran festgenommen worden war. IRNA berichtete am Montag, dass sie am 19. Dezember wegen „Verstößen gegen die Gesetze der Islamischen Republik Iran“ in Gewahrsam genommen wurde.
Ermittlungen und rechtlicher Status
„Ihr Fall wird derzeit untersucht. Die Festnahme erfolgte gemäß den entsprechenden Vorschriften, und die italienische Botschaft in Teheran wurde informiert,“ so IRNA unter Berufung auf das Kulturministerium. Der Reporter wurde am Freitag von der italienischen Botschafterin Paola Amadei im Gefängnis besucht, um die Bedingungen und den Zustand ihrer Unterbringung zu überprüfen. Zudem hatte sie bereits zuvor die Möglichkeit, zwei Telefonate mit Verwandten zu führen.
Unklare Vorwürfe und rechtliche Vertretung
„Wir kennen die genauen Anklagepunkte noch nicht“, erklärte der italienische Außenminister Antonio Tajani am Samstag gegenüber Journalisten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ein Anwalt Sala im Gefängnis noch nicht besucht. Tajani fügte hinzu: „Wir hoffen, dass (der Anwalt) dies in den nächsten Tagen tun kann und so schnell wie möglich die genauen Anklagen erfährt.“
Berichterstattung über die Lage in Iran
Die Festnahme von Sala ereignete sich, während sie in der iranischen Hauptstadt berichtete. Das Außenministerium stellte fest, dass es in engem Kontakt mit den iranischen Behörden arbeitet, um die rechtliche Situation von Cecilia Sala zu klären und die Bedingungen ihrer Haft zu überprüfen. Sala ist Reporterin für die italienische Tageszeitung Il Foglio, die berichtet, dass die Journalistin im Evin-Gefängnis in Teheran festgehalten wird. Laut Il Foglio war Cecilia in Iran „mit einem regulären Visum, um über ein Land zu berichten, das sie kennt und liebt“, während sie gleichzeitig auf die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Bedrohungen gegen Journalisten hinweist.
Öffentliche Unterstützung und Solidarität
Der Chefredakteur der Publikation, Claudio Cerasa, äußerte sich am Freitag in der Zeitung: „Journalismus ist kein Verbrechen. Bringen wir Cecilia Sala nach Hause.“ Das italienische Medium Chora Media, wo Sala ebenfalls arbeitet, berichtete am Freitag, dass sie Rom am 12. Dezember mit einem gültigen journalistischen Visum und dem Schutz eines Journalisten auf Dienstreise verlassen hatte. „Sie führte mehrere Interviews durch und produzierte drei Episoden des Stories-Podcasts für Chora News“, teilte das Medium mit und fügte hinzu, dass es Sals Festnahme nicht früher publik gemacht hatte, da ihre Eltern und die italienischen Behörden darum gebeten hatten, still zu bleiben in der Hoffnung auf eine schnelle Freilassung der Journalistin.
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