Wiener Gedenkfeier: Trauer und Solidarität nach Terroranschlag 2020
Am 2. November 2025 fand in Wien eine Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags von 2020 statt, mit hochrangigen Vertretern und Verbesserungen der Sicherheitspolitik.

Wiener Gedenkfeier: Trauer und Solidarität nach Terroranschlag 2020
Am 2. November 2025 fand am Desider-Friedmann-Platz in Wien eine Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags vom 2. November 2020 statt. Die Zeremonie zog Vertreter der Republik Österreich, der Stadt Wien und der Sicherheitsbehörden an. Anwesende waren unter anderem Innenminister Gerhard Karner, Vizekanzler Andreas Babler und Bundeskanzler a.D. Karl Nehammer, sowie weitere hochrangige Politiker und Polizeivertreter. Die Gedenkfeier bestand aus einer Kranzniederlegung und einer stillen Andacht, begleitet von einem Quartett der Polizeimusik Wien.
Bundeskanzler Christian Stocker hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Verteidigung einer freien Gesellschaft hervor. Vizekanzler Andreas Babler erinnerte an die leidvollen Erfahrungen der Opfer und betonte die Wichtigkeit des Zusammenhalts in der Gesellschaft. Innenminister Gerhard Karner sprach über die Auswirkungen des Anschlags auf das kollektive Gedächtnis sowie die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitsbehörden einmal mehr standen.
Lehren aus dem Terroranschlag
Die Gedenkfeier war nicht nur ein Moment des Gedenkens, sondern auch eine Gelegenheit, auf die notwendige Reform des Verfassungsschutzes und die Einrichtung der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hinzuweisen. Aufgrund der Evaluierungen des Vorfalls wurden Verbesserungen innerhalb der Sicherheitsstrukturen abgeleitet, die mittlerweile umgesetzt wurden. Ein Beispiel ist die Einführung der Gefährderüberwachung, die der Polizei nun zeitgemäße Befugnisse verleiht.
Das Wiener „WEGA-Modell“ wurde zudem auf ganz Österreich ausgeweitet, um schnellere Reaktionen durch Interventionsgruppen (SIG) und Bereitschaftseinheiten (BE) zu ermöglichen. Die Ausbildung, das Training und die Ausstattung der Exekutive wurden erheblich verbessert, womit realitätsnähere Einsatztrainings und modernes Equipment eingeführt wurden. Ebenso wurde die Upload-Plattform des Bundesministeriums für Inneres zur Sicherung von Beweisvideos und -fotos optimiert.
Bürgermeister Michael Ludwig unterstrich in seiner Rede den Zusammenhalt und die Solidarität der Stadt Wien gegen Extremismus. Der Staatssekretär Jörg Leichtfried sprach über die negativen Auswirkungen von Hass und Gewalt auf die Gesellschaft und die Notwendigkeit zur Verteidigung menschlicher Werte. Der Terroranschlag hat nicht nur individuelle Schicksale betroffen, sondern auch tiefgreifende Spuren in der Sicherheitsarchitektur hinterlassen.
Kriminalstatistische Entwicklungen in Österreich
Um die Auswirkungen solcher Vorfälle umfassend zu verstehen, ist es wichtig, auf die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zu verweisen. Diese erfasst die Entwicklung des kriminellen Geschehens in Österreich und ist eine entscheidende Grundlage für die strategische Planung polizeilicher Maßnahmen. Seit 2001 werden alle angezeigten Fälle elektronisch registriert, sodass Statistiken zur Kriminalitätsentwicklung erarbeitet werden können. Diese Daten sind essenziell für die präventive und repressive Kriminalitätsbekämpfung.
Die PKS ist nicht nur eine Anzeigenstatistik, sondern berücksichtigt auch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung sowie gesetzliche Änderungen. Jährliche Sicherheitsberichte des Bundesministeriums für Inneres und des Bundesministeriums für Justiz bieten detaillierte Einblicke in die kriminalpolitischen Entwicklungen Österreichs. Diese Berichte werden regelmäßig an Änderungen in der Strafgesetzgebung und gesellschaftliche Phänomene angepasst, und der letzte Aktualisierungsstand stammt vom 19. September 2025.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Gedenken an die Opfer des Anschlags vom 2. November 2020 nicht nur der Erinnerung dient, sondern auch eine Chance bietet, die gestärkten Sicherheitsmaßnahmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu beleuchten, die aus der Schreckensnacht resultierten.
Für weitere Informationen zu den Gedenkfeierlichkeiten lesen Sie ots.at. Detaillierte Informationen über die polizeiliche Kriminalstatistik sind auf bundeskriminalamt.at verfügbar.
Zusätzliche geografische und demografische Daten zu Städten finden Sie auf villageinfo.in.