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Hunderte Zivilisten bei verheerendem Luftangriff im Sudan getötet!

Ein Luftangriff der sudanesischen Armee auf einen Markt in Tora, Darfur, hat heute zu einem verheerenden Massaker geführt. Laut Berichten von Aktivisten sind dabei "Hunderte von Zivilisten" getötet worden. Die Kampfflugzeuge der Armee führten einen als "wahllos" bezeichneten Angriff durch, der zahlreiche unschuldige Menschenleben forderte. Die Organisation Emergency Lawyers meldete ein “schreckliches Massaker” und spricht von Hunderte Zivilisten, die getötet und dutzende weitere, die schwer verletzt wurden. Diese Tragödie ist der jüngste Ausdruck eines blutigen Machtkampfes, der seit April 2023 zwischen der Armee unter Fattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF-Miliz unter der Führung von Mohamed Hamdan Dagalo tobt. oe24 berichtet, dass beide Seiten der Konfliktparteien Kriegsverbrechen vorgeworfen werden.

Der Konflikt im Sudan hat seit seinem Beginn im April 2023 bereits zehntausende Todesopfer gefordert. Mehr als 12 Millionen Menschen sind durch die Gewalt innerhalb der Länder und aus dem Sudan geflohen. Gleichzeitig berichteten die UN von einer alarmierenden humanitären Krise, mit über 26 Millionen hungernden Menschen – das entspricht etwa der Hälfte der sudanesischen Bevölkerung. Die medizinische Versorgung im Land ist weitgehend zusammengebrochen, was zu einem Anstieg von Krankheiten wie Cholera, Malaria und Masern führt.

Humanitäre Krise

Laut Informationen von Deutschlandfunk ist humanitäre Hilfe in der Region stark eingeschränkt, da zahlreiche Hilfsmaßnahmen von den Konfliktparteien nicht zugelassen werden. Erst im November 2024 erhielten Menschen in einem Flüchtlingslager in Norddarfur wieder Essensrationen des Welternährungsprogramms (WFP). Für das Jahr 2025 wird ein Bedarf von 4,2 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe im Sudan geschätzt.

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Internationale Bemühungen zur Beendigung des Konflikts sind bis jetzt gescheitert, die letzte Initiative war im August 2024. Der Krieg in Darfur hat sich zudem zu einer der akutesten humanitären Krisen der Welt entwickelt, in der ethnische Angriffe und mögliche Völkermorde befürchtet werden. Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt wegen Völkermords, was die Ernsthaftigkeit der Situation unterstreicht.

Geschichtlicher Kontext

Der Sudan trägt eine lange Geschichte militärischer Putsche und Diktatur, insbesondere unter dem ehemaligen Machthaber Omar Al-Bashir, der 1989 an die Macht kam. Nach seinem Sturz im Jahr 2019 kam es zwar zu einer zivil-militärischen Machtteilung, doch die Spannungen blieben bestehen. Ein Militärputsch im Jahr 2021 führte zu einer weiteren Eskalation, und die RSF sollten in die reguläre Armee eingegliedert werden, was zusätzliche Konflikte provozierte.

Der aktuelle Konflikt zeigt die tiefen Risse in der sudanesischen Gesellschaft und die enorme Notwendigkeit internationaler Unterstützung und humanitärer Hilfe, um das Leid der Zivilbevölkerung zu lindern und einen Weg zurück zu Frieden und Stabilität zu finden.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Körperverletzung
In welchen Regionen?
Tora, Darfur
Genauer Ort bekannt?
Tora, Darfur, Sudan
Ursache
Krieg, Machtkampf
Beste Referenz
oe24.at

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