In einem kürzlich geführten Interview äußern Anna Ludl und Helmut Mojescick Bedenken über die finanzielle Verantwortung der jungen Generation. Sie warnen davor, dass viele junge Menschen mit falschen Annahmen ins Erwachsenenleben starten. So berichtet Leadersnet, dass wichtige Themen wie Geldmanagement und Pensionsvorsorge in der Schulbildung oft ignoriert werden. Diese Lücken führen dazu, dass junge Erwachsene oftmals davon ausgehen, ihre Eltern würden sich um ihre finanzielle Absicherung kümmern.
Die Themen Existenzabsicherung und Pensionsvorsorge bleiben häufig unbeachtet, was auf eine gesellschaftliche Haltung und fehlende Finanzbildung zurückzuführen ist. Ludl spricht von einer „Vollkaskomentalität“, der Erwartung, dass jemand einspringt, wenn etwas schiefgeht. Dabei sind es oft die Prioritäten, die falsch gesetzt werden: Die Versicherung des Handys wird häufig über die eigene Existenzsicherung gestellt.
Bildung als Schlüssel zur Eigenverantwortung
Ludl betont die Notwendigkeit, das Bewusstsein für finanzielle und risikoassoziierte Themen durch Bildung und offene Gespräche zu schärfen. Finanzbildung sollte ein fundamentaler Bestandteil des Unterrichts sein, um die Eigenverantwortung der Schüler zu fördern. Elas sind sich einig, dass Argumente wie „keine Zeit“ oder „kein Geld“ nicht ausreichen, um diese Verantwortung abzulehnen. Ein frühzeitiger Umgang mit Finanzen bringt langfristige Vorteile mit sich.
Mojescick fordert ein Umdenken; Sicherheit sei das Ergebnis von Wissen und Verantwortung. Echte Freiheit bedeute, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu tragen, und er appelliert an die Generation Z, sich frühzeitig mit Versicherungen und finanzieller Planung auseinanderzusetzen. Dies könne entscheidend dafür sein, wie gut sie später im Leben ihren Platz finden.
Digitale Dienstleistungssteuer in Kanada
Parallel zu diesen Diskussionen führt die kanadische Regierung ab dem 1. Oktober 2024 eine digitale Dienstleistungssteuer (DST) ein. Diese Maßnahme ähnelt den Regelungen in europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, wie Seller Central berichtet. Die DST wird nicht nur eine prozentuale Erhöhung der Verkaufsgebühren auf Plattformen wie Amazon mit sich bringen, sondern auch auf den spezifischen Standort des Unternehmens und des Käufers basieren.
Die DST-Sätze betragen typischerweise 2% in Großbritannien und 3% in Kanada sowie den anderen genannten Ländern. Ein Beispiel für die Auswirkungen: Ein in Kanada ansässiges Unternehmen, das einen Artikel für 15 USD verkauft, wird mit einer 3%igen Gebühr (0,07 USD) auf die Verkaufsgebühren belastet. Ab dem 1. September wird die Gebühr im Umsatzrechner einsichtbar sein, während sie ab dem 1. Oktober über die Transaktionsansicht in Zahlungsberichten verfolgt werden kann.
Kulturelle Diskussionen über Erfindungen
In einem anderen gesellschaftlichen Kontext wird auch über kulturelle Narrative diskutiert. Joy Reid hat kürzlich eine polarisierende Aussage gemacht, dass „weiße Männer nichts erfinden können“. Dies geschah in einem Diskurs, der auf Data Lounge veröffentlicht wurde. In dieser Kritik wurde eine lange Liste von bedeutenden Erfindungen aufgezählt, die von weißen Männern gemacht wurden, darunter Elektrizität, Automobile, Flugzeuge und viele weitere Innovationen, die die moderne Welt geprägt haben.
Dieser vielschichtige Diskurs über Verantwortung, Bildung und kulturelle Identität zeigt, wie wichtig es ist, sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Ansätze in die Hand zu nehmen, um eine reflektierte Zukunft zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die vorherrschenden Herausforderungen zu adressieren und zukünftige Generationen besser vorzubereiten.