Rettung in der Not: Großübung der Feuerwehren im Oberwanger Gewerbegebiet

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Am 24. Oktober 2025 üben 17 Feuerwehren in Oberwang die Brandbekämpfung in einer vernebelten Red Bull Energy Station.

Am 24. Oktober 2025 üben 17 Feuerwehren in Oberwang die Brandbekämpfung in einer vernebelten Red Bull Energy Station.
Am 24. Oktober 2025 üben 17 Feuerwehren in Oberwang die Brandbekämpfung in einer vernebelten Red Bull Energy Station.

Rettung in der Not: Großübung der Feuerwehren im Oberwanger Gewerbegebiet

Am Samstag, den 24. Oktober 2025, fand im Oberwanger Gewerbegebiet eine umfassende Abschnittsübung der Feuerwehren Oberwang und Oberaschau statt. An dieser Drill waren 17 Feuerwehren beteiligt und insgesamt 221 Einsatzkräfte sowie 29 Fahrzeuge im Einsatz. Ziel der Übung war es, die Einsatzkräfte auf einen simulierten Brand in der Halle des „Red Bull Energy Station Departments” vorzubereiten, welcher aufgrund von Renovierungsarbeiten an der Formel 1 Energy Station ausgebrochen war. Diese multifunktionale Holzbau-Station dient als Hospitality-Bereich für Formel 1 Teams und bietet Ressourcen für Crew, Verpflegung und Gästen.

Die Veranstaltung wurde unter der Leitung von Kommandant Thomas Höllnsteiner (FF Oberwang) und Andreas Wienerroither (FF Oberaschau) durchgeführt. Die Übungsannahme umfasste die vollständige Vernebelung der dreistöckigen Struktur, die den Einsatzkräften eine herausfordernde Umgebung bot. Besondere Schwierigkeiten ergaben sich durch verwinkelte Räumlichkeiten, in denen mehrere Personen vermisst wurden, sowie durch einen Brand, der sich auf den Dachbereich mit einer PV-Anlage ausgebreitet hatte. Elektriker, die Wartungsarbeiten an der PV-Anlage durchführten, waren angeblich im Gebäude eingeschlossen.

Übungsdetails und Herausforderungen

Insgesamt standen den Einsatzkräften eine Drehleiter aus St. Georgen, ein Hubsteiger aus Mondsee und Drohnen der Abschnittsdrohnengruppe zur Verfügung. Durch vier Zubringerleitungen wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt, was für die erfolgreiche Durchführung der Übung von entscheidender Bedeutung war.

Die Übungsaufgaben umfassten die Personenrettung unter schwerem Atemschutz im Innenangriff, die Rettung von Menschen vom Dach sowie die Durchführung eines effektiven Löschangriffs im Dachbereich. Die Herausforderung der Personensuche und -rettung in stark vernebelt Räumlichkeiten wurde dabei erfolgreich bewältigt. Brandschutzbeauftragter Josef Wiedemayer lobte die Einsatzbereitschaft und die professionelle Abarbeitung der Übungsaufgaben durch die Feuerwehrleute.

Der Kontext von Brandschutzübungen

Solche praktischen Übungen sind von großer Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes, das Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter regelmäßig im Brand- und Katastrophenfall zu schulen. Diese Schulungen sind entscheidend, um die Mitarbeiter auf den Ernstfall vorzubereiten und ihnen den Umgang mit Feuerlöschern und anderen Selbsthilfemitteln nahe zu bringen. Besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen wurden häufig Defizite im Brandschutz festgestellt, weswegen regelmäßige Übungen notwendig sind.

Die Feuerwehr ist zu spät im Einsatz, wenn bei einem Brand nur noch eine Schadensbegrenzung möglich ist. Aus diesem Grund sollten Löschversuche bereits bei ersten Anzeichen von Rauch oder Flammen schnellstmöglich unternommen werden. Die Übung in Oberwang stellt ein wichtiges Beispiel dar, wie Feuerwehr und Institutionen zusammenarbeiten, um den Brandschutz kontinuierlich zu verbessern und die Einsatzkräfte bestmöglich zu schulen.