Basel setzt auf Sicherheit: Neue Hightech-Einsatzzentrale in Betrieb!
Die neu eröffnete Einsatzzentrale in Basel-Stadt optimiert mit modernster Technik die Krisen- und Katastrophenbewältigung.

Basel setzt auf Sicherheit: Neue Hightech-Einsatzzentrale in Betrieb!
Im Oktober 2025 nahm die Kantonspolizei Basel-Stadt ihre neue Einsatzzentrale in Betrieb, die für intensive Krisen- und Katastrophenlagen konzipiert wurde. Diese hochmoderne Einrichtung, die am Standort Spiegelhof errichtet wurde, ist nicht nur erdbebensicher, sondern erfüllt auch die Anforderungen an ein Life-Line-Gebäude. Der Gesamtaufwand für den Neubau und die Erdbebenertüchtigung der angrenzenden Gebäude belief sich auf rund 49,6 Millionen Franken. Rund 4,2 Millionen Franken wurden 2023 zusätzlich für modernste IT-Hilfssysteme bewilligt, um die Einsatzbereitschaft weiter zu optimieren. Fireworld berichtet, dass die bisherigen Räumlichkeiten ohne Unterbrechung der Einsatzfähigkeit verlassen wurden.
Die neue Einsatzzentrale ist technisch redundant ausgelegt und ermöglicht einen nahtlosen Austausch zwischen der Zentrale am Spiegelhof und der Rettungszentrale im Lützelhof. Beide Standorte sind vernetzt und gewährleisten eine durchgehende Einsatzkoordination. Im Lützelhof haben neue Notrufzentralen für die Basler Feuerwehr (118) und die Sanitätsnotrufzentrale (144) ihre Türen geöffnet. Der Ausbau und die Aufstockung des Gebäudes gewährleisten, dass die Einrichtungen auf dem neuesten Stand der Technik sind und ebenfalls mit erdbebensicheren und schützenden Maßnahmen ausgestattet sind. Erich Keller hebt hervor, dass in der Einsatzzentrale insgesamt 35 Polydisponenten tätig sind, die in beiden Bereichen ausgebildet sind.
Moderne Infrastruktur und Technik
Die neuen Räumlichkeiten der Einsatzzentrale beinhalten unter anderem eine Großbildanzeige für aktuelle Lageinformationen sowie zwölf höhenverstellbare D-Com-Arbeitsplätze für die Entgegennahme von Notrufen. Diese Disponenten-Arbeitsplätze sind redundant ausgelegt, um auch bei technischen Problemen eine ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Der angrenzende Führungsraum kann flexibel in zwei kleinere Räume unterteilt werden, um sowohl die Bewältigung von Großereignissen als auch Schulungen und Besprechungen zu ermöglichen.
Die gesamte Infrastruktur ist so konzipiert, dass sie auch bei Stromausfällen autark operieren kann. Dazu wurde eine autonome Energieversorgungsanlage installiert. Ferner wurden im Rechenzentrum, das Teil des Neubaus ist, rund 20 Kilometer Kabel verlegt, um eine reibungslose Datenkommunikation zu garantieren.
Krisenmanagement und Katastrophenschutz
Die Einsatzzentrale spiegelt nicht nur die technologische Fortschrittlichkeit der Stadt Basel wider, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle im Kontext des Katastrophenmanagements in Europa, wie es unter dem Copernicus Emergency Management Service (CEMS) und dem Union Civil Protection Mechanism (UCPM) organisiert ist. IABG informiert, dass CEMS die Behörden und Hilfsorganisationen bei der Koordination von Naturgefahren, wie Überschwemmungen oder Erdbeben, unterstützt und dabei Echtzeitinformationen bereitstellt. Diese internationalen Standards unterstreichen die Bedeutung der neuen Einsatzzentrale in einer zunehmend komplexen Sicherheitslandschaft, in der schnelle und effiziente Reaktionen gefragt sind.